Innovative Ansätze und Projekte
Die Siedlungsentwicklung in der Region braucht leistungsfähige Schienenachsen. Einen innovativen Ansatz verfolgt hierbei das deutsch-französische Projekt Bahn.Ville 2. Neben der Förderung attraktiver Zugangebote mit modernem Fahrzeugen und der Konzentration der Entwicklung im Umfeld von Schienenhaltepunkten wird auf eine optimale Zugänglichkeit des Bahnhofes und zielgerichteter Vermarktung der Angebote gesetzt.
Mit der Regionaltangente West werden die großen Siedlungsschwerpunkte des vorderen Taunus über den Frankfurter Westen mit dem Flughafen Frankfurt und dem westlichen Kreis Offenbach unter wesentlicher Einsparung von Reisezeiten verbunden. Der besondere Charme liegt in der Nutzung eines großen Teiles bestehender Strecken unterschiedlicher Systemeigenschaften. Der hierfür gegründeten RTW-Planungsgesellschaft obliegt die Umsetzung.
Die Region ist führend auf dem Gebiet des Schienenverkehrs, nicht nur beim alltäglichen Fahrbetrieb der vielen Personen- und Güterzüge, sondern auch bei Stadt- und Straßenbahnen. Wer den komplexen Betrieb besser verstehen und erforschen will, kann sich dies auf dem Eisenbahnbetriebsfeld in Darmstadt veranschaulichen. Diese Simulationsanlage ist der renommierten TU Darmstadt angeschlossen.
Mit dem Kooperationsprojekt »bike + business« setzen sich seit 2003 der Regionalverband FrankfurtRheinMain und der ADFC Hessen für die verstärkte Nutzung des Fahrrades auf dem Weg zur Arbeit ein. Mit dem Einsatz elektrounterstützter Fahrräder, sogenannter Pedelecs, ist das Projekt in der Generation 2.0 fortgeführt worden. Für beide Projekte konnten Bundesfördermittel eingeworben werden. Es bestehen Verknüpfungen zum Projekt »Modellregion Elektromobilität RheinMain«, in dem ein weites Feld des Einsatzes elektrischer Antriebe erprobt und evaluiert wird. Derzeit wird im Rahmen der Generation 3.0 ein Konzept zur Planung und Umsetzung eines Radschnellwegenetzes entwickelt, das Radfahren auf mittleren Distanzen auch unter Einsatz von Pedelecs zusätzlich unterstützt.
Verstopfte Straßen sollen spätestens bis zum Jahre 2015 der Vergangenheit angehören. Mit dem Verkehrsleitprojekt »Staufreies Hessen« will die federführend zuständige Landesbehörde Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement die großen Engpässe auf den hessischen Verkehrsachsen lösen. Innovativ ist die Verknüpfung von punktuellen infrastrukturellen Maßnahmen (etwa der Ausbau der Seitenstreifen) mit zahlreichen Verbesserungen im Bereich der Telematik.
In der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist man gewohnt, über die jeweiligen Grenzen hinaus zu denken. Die sich mit der Öffnung der beiden Schweizer Alpentunnel für den Schienenverkehr ergebenden Herausforderungen für die Entwicklung der Rheinachse im Zuge des transeuropäischen Korridors Rotterdam – Genua werden im EU-Projekt CODE 24 beleuchtet. Hier vertritt der Regionalverband die Belange weiter Teile der Metropolregion und versucht in Kooperation mit regionalen und internationalen Partnern insbesondere mit einer Online-Transportbörse für den Schienengüterverkehr, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Um den Verkehr in der Region auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen so realitätsnah wie möglich abzubilden, halten der Regionalverband FrankfurtRheinMain, der Rhein-Main Verkehrsverbund, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main die Verkehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM) vor. Sie wird für die meisten Verkehrsuntersuchungen in der Region verwendet und macht so die Ergebnisse vergleichbar.
