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Metropolregion FrankfurtRheinMain

 

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Region der Mobilität und Logistik

Eine gute Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für das wirtschaftliche Handeln und den Austausch zwischen den Orten in der Region. Das gut entwickelte Straßennetz steht dabei oft an erster Stelle. Jedoch sind zum Funktionieren der Region weitere Aspekte zu bedenken.



Wussten Sie, dass für den Warenumschlag große Häfen in Frankfurt, Mainz, Hanau und Aschaffenburg oder großen Anlagen wie das Güterterminal Frankfurt-Ost zur Verfügung stehen?

Die nachstehende Tabelle zeigt die mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 insgesamt ansteigende Umschlagstätigkeit der Häfen in der Metropolregion. Für das Jahr 2010 liegen noch nicht alle Zahlen vor, doch zeigt die Tendenz wieder nach oben. Die größeren Häfen weisen auch ein erhebliches Güteraufkommen auf der Schiene auf und entwickeln sich immer mehr zu trimodalen (Straße, Schiene, Wasserstraße) Drehscheiben.

Schiffsgüterumschlag in Häfen
der Metropolregion FrankfurtRheinMain

Schiffsgüterumschlag
(in Tsd. Tonnen)
2005   2009
Aschaffenburg 859   948  
Bingen 35   4  
Frankfurt am Main 3091   3754  
Gernsheim 869   560  
Ginsheim-Gustavsburg 168   400  
Hanau 1847   1280  
Mainz 2780   3150  
Offenbach am Main 235   136  
Wiesbaden 594   495  
Worms 1103   1066  

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Wussten Sie, dass sich durch intelligente Konzepte viele Fahrten auf der Straße einsparen ließen und auf die Schiene verlagert werden können?

Das im Auftrag des Landes Hessen, der Firma Log-o-Rail und dem Regionalverband erstellte Schienengüterverkehrskonzept Rhein-Main verdeutlicht exemplarisch, dass sich das jährliche Frachtaufkommen von 33 Unternehmen durch Änderungen im Betriebsablauf, mehr Bündelung mit anderen Transporten, der logistischen Steuerung und kleine Investitionen in die Gleisinfrastruktur von Straße auf die Schiene verlagern ließe. Dadurch könnten jährlich über 45.000 Lkw-Fahrten eingespart werden.

verlagerungspotenziale

Übersicht zu verlagerbaren Transportmengen im Schienengüterverkehrskonzept Rhein-Main
Bearbeitung: Regionalverband

Um derartige Potenziale nutzen zu können, sind zunächst vorhandene Kenntnisdefizite, wie beispielsweise über die bestehenden vielfältigen Schienenverkehrsangebote (insbesondere auch privater Eisenbahnverkehrsunternehmen) und Förderprogramme zur Schaffung und Sanierung von Gleisanschlüssen, zu beseitigen. Beispiele für erfolgreiche Verlagerungen in der Metropolregion sind nachfolgend aufgeführt:

  • Zwischen dem Industriepark Frankfurt-Höchst und dem Industriepark Kalle Albert in Wiesbaden werden jährlich rund 30.000 Tonnen auf der Schiene bewegt, die somit zu einer Verkehrsentlastung insbesondere auf der A 66 beitragen.
  • Seit Januar 2007 erhält der Futtermittelhersteller Josera aus Kleinheubach bei Aschaffenburg wieder jährlich rund 20.000 Tonnen Kalk aus dem Ulmer Raum per Bahn. In 2009 wurde mit Fördermitteln des Bundes der Gleisanschluss erweitert. In 2011 werden dadurch Rohstofftransporte aus Richtung Bremen, Heilbronn und Magdeburg unter Verdoppelung der Transportvolumina möglich.
  • Seit April 2010 verkehrt mit drei Verbindungen wöchentlich ein neuer Containerzug vom Frankfurter Osthafen nach Hamburg. Im Oktober 2010 kamen zwei weitere Züge hinzu. Um die absehbar weitere Erhöhung des Containeraufkommens des Umschlagterminals im Frankfurter Osthafen bewältigen zu können, beabsichtigt die Wincanton Rhenania Intermodal Transport GmbH eine Erweiterung ihres Terminals.
  • Seit Oktober 2010 vermarktet der Logistikdienstleister Transpetrol einen vom Eisenbahnunternehmen Bräunert zweimal wöchentlichen durchgeführten Zugdienst von Antwerpen und Rotterdam über Köln nach Osteuropa (Österreich, Ungarn, Rumänien mit Anschlussmöglichkeiten in die Türkei). Ein Halt ist auch in Worms bzw. in Darmstadt vorgesehen und bietet somit Anknüpfungsmöglichkeiten für Betriebe in der Region. Der Zug besteht aus Kessel-, Schüttgut-, Container- und gedeckten Waggons.
  • In Biebesheim am Rhein kann ab 2011 durch eine mit Mitteln des Landes Hessen erfolgte Sanierung des Industriestammgleises der Betrieb aufrecht erhalten und die bisherige jährliche Transportleistung auf 300 Waggons gesteigert werden. Hiervon profitiert unter anderem die Firma HIM, welche nunmehr per Bahn Transporte aus der Schweiz über ihren hierfür wieder in Betrieb genommenen Gleisanschluss erhält. Weitere positive Verlagerungsimpulse auf an der Strecke liegende Firmen sind zu erwarten.

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Wussten Sie, dass nur noch rund ein Viertel der täglichen Wege der Bevölkerung zum Arbeits- oder Ausbildungsort führt?

Trotz des beachtlichen werktäglichen Pendleraufkommens findet der überwiegende Teil der von der Bevölkerung in der Region zurückgelegten Wege in der Freizeit, zum Einkaufen und für  allerlei Erledigungen statt.

wegeanteile
Verteilung der Wege im Ballungsraum nach Zwecken, 2008

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Wussten Sie, dass jeder zweite Weg umweltfreundlich mit Bus und Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt wird?

wegeverkehrsmittel

Verkehrsmittelnutzung der Bevölkerung im Ballungsraum

Der Modal-Split, die Aufteilung der täglichen Wege der Bevölkerung in Rhein-Main auf die genutzten Verkehrsmittel, verdeutlichte für das Jahr 2008, dass nur noch knapp die Hälfte aller Wege mit dem Pkw zurückgelegt wurden. Im Vergleich der beiden Kernstädte Frankfurt am Main und Offenbach am Main mit den Kommunen des übrigen Verbandsgebietes werden die sich in den beiden Großstädten bietenden Potenziale einer Mobilität mit noch weniger Pkws deutlich. Im Vergleich zu 2002 ging die Pkw-Nutzung regionsweit in 2008 leicht zurück. Frankfurt am Main und Offenbach am Main haben einen wesentlichen Anteil daran. Insbesondere die Fahrradnutzung profitierte vom Rückgang des Kraftfahrzeugverkehrs.

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