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Kommunalservice

Der Regionalverband unterstützt seine Mitgliedskommunen auf vielfältige Weise in planerischen Belangen und fördert ihre Vernetzung. Zu diesem Zweck sammeln wir Informationen und Daten und bereiten sie für die Kommunen auf, initiieren Projekte oder veranstalten Treffen kommunaler Akteure.

Ein wichtiges Ziel für die Region ist die Innenentwicklung. Neben einer ausleihbaren Ausstellung (Innen vor Außen) unterstützt der Regionalverband seine Kommunen beim Aufbau webbasierter Innenentwicklungskataster und Flächenmanagement-Datenbanken.

Im Frühjahr 2012 hat der Regionalverband das Pilotprojekt „Innenentwicklung in bestehenden Gewerbegebieten“ (PIG) gestartet. Mittlerweile wurden in 13 Kommunen diese Projekte durchgeführt. Wie lassen sich die Entwicklungsperspektiven von „in die Jahre gekommenen“ Gewerbegebieten verbessern? – Diese Frage stand hier im Mittelpunkt. Das Projekt wurde intzwischen evaluiert und ein Handlungsleitfaden ist mittlerweile erhältlich.

Mit der kleinräumigen Bevölkerungsanalyse werden mit Hilfe von Daten der Einwohnermelderegister, die auf Karten projiziert („georeferenziert“) werden, kleinräumige Aussagen zu Bevölkerungsverteilung und Versorgung für die Gemeinden getroffen. Ziel ist es, auf diese Weise den Mitgliedskommunen ein flächendeckendes Angebot an standardisierten Auswertungen zur Verfügung stellen zu können. Das Instrument bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Stadtentwicklung.

Nahmobilität und Erreichbarkeitsanalysen sind der Kern innerörtlicher Mobilität. Der Regionalverband unterstützt kommunale Prozesse zur Förderung der Nahmobilität, wie dies beispielsweise in der Gemeinde Sulzbach beim preisgekrönten Projekt „verträgliche Mobilität“ der Fall war, und bietet Analysen zu fußläufigen Erreichbarkeiten an. Die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes, Birgit Simon, vertritt den Verband sowie das RADforum RheinMain im Lenkungskreis Nahmobilität beim hessischen Verkehrsministerium. Daraus soll 2016 die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität (AGNH) entstehen, ihr Ziel ist die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs bei alltäglichen Wegen.

Ein Großteil der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen beruht auf Geodaten. Mit Hilfe einer Geodateninfrastruktur (GDI) können die für Politik, Verwaltung und Wirtschaft erforderlichen Daten gefunden und genutzt werden. Im Projekt GDI-Südhessen kooperiert der Regionalverband mit verschiedenen Partnern, um vorliegende Kompetenzen zu bündeln und Synergieeffekte beim Aufbau einer regionalen GDI zu nutzen.

Fünf Mal im Jahr lädt der Regionalverband die Leiter der Bau- und Planungsämter seiner Mitgliedskommunen zu Treffen ein, die jeweils unter einem thematischen Schwerpunkt stehen. Diese Treffen haben in den letzten Jahren zunehmend positive Resonanz gefunden, fast immer sind mehr als die Hälfte der Mitgliedkommunen vertreten. Neben der Information über aktuelle Themen werden die Treffen genutzt, um mit den Kommunen über die Arbeit und die Angebote des Verbandes zu diskutieren und zu erkennen, was die Bau- und Planungsämter interessiert. Darauf aufbauend werden Projekte entwickelt, die der Planungspraxis der Kommunen nutzen und die den interkommunalen Austausch fördern. In der Regel gibt es bei jedem Treffen Inputs des Verbandes und aus verschiedenen Kommunen sowie von weiteren Fachleuten. Aber auch die Möglichkeit für den informellen Austausch unter Kollegen wird geschätzt.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Bereich Mobilität, wo wir vor allem überörtliche Lösungsansätze für die Entwicklung der Region FrankfurtRheinMain sowie in den Kommunen anstoßen oder bei der Umsetzung begleiten. Das Verkehrsgeschehen ist dabei sehr komplex und umfasst weitaus mehr als den Berufspendelverkehr, der in der Vergangenheit die wesentliche Bemessungsgrundlage für die Ausgestaltung der Verkehrsinfrastruktur und der betrieblichen Angebote darstellte. Zum Selbstverständnis gehört die Betrachtung der Wechselwirkungen des Verkehrs mit Siedlung und Freiraum sowie die Vermittlung wichtigen Wissens für die Kommunen. Die Radverkehrsstrategie als wichtige Grundlage für die Nachhaltigkeit von Verkehrsangeboten ist im besonderen Maße auf eine gemeindeübergreifende Gestaltung der Mobilität ausgerichtet. Des Weiteren setzt sich der Verband in den Themenfeldern Schienenverkehr und motorisierter Individualverkehr für eine gute Anbindung der Region sowie siedlungsverträgliche Erschließung der Kommunen ein. Beispielhaft verdeutlicht die Zusammenarbeit beim Rhein-Alpen-Korridor, wie sehr überörtliche Lösungen auf die lokale Ebene Einfluss haben.