Seiteninhalt

Die Region FrankfurtRheinMain in Zahlen und Fakten

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain mit insgesamt 5,7 Mio. Einwohnern gehört zu den führenden Regionen Europas; sie erstreckt sich über weite Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern und damit über drei Bundesländer. Das Gebiet des Regionalverbandes im Kern der Region umfasst 75 Kommunen mit rund 2,3 Millionen Einwohnern, neben den Städten Frankfurt am Main und Offenbach am Main die Kreise Hochtaunus, Main-Taunus, Offenbach sowie weitere 35 Städte und Gemeinden aus den Kreisen Groß-Gerau, Main-Kinzig und Wetterau.

Im Folgenden haben wir für Sie Daten und Fakten zunächst für das Gebiet des Regionalverbandes und dann für die Metropolregion zusammengestellt. Im Anschluss gelangen Sie zu unseren Statistik-Viewern.

 

Metropolregion und Verbandsgebiet

 

Gebiet des Regionalverbandes

Das Gebiet des Regionalverbandes besteht aus 75 Kommunen:

Gebiet_des_Regionalverbandes_Karte_Übersicht

 

Überblick — Daten und Fakten

Fläche 12/2015

2.458,5 km²

Einwohner 12/2015


2.319.029

Einwohnerdichte 12/2015

943 Einw./km²

Veränderung der Einwohnerzahl
5/2011 - 12/2015

+135.977 (+6,2%)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 6/2015

... davon Dienstleistungsanteil 2015

1.092.861

82,5%

Veränderung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 6/2011 - 6/2015

+79.875 (+7,9%)

Arbeitslose 12/2015

67.435

Bruttoinlandsprodukt 2013

118.387  Mio. Euro

Wohnungsbestand 12/2015

1.126.776

Wohnbaufertigstellung 2015 8.979

Siedlungs- und Verkehrsfläche 12/2015

698,19 km²

Gewerbesteuerhebesatz 2. Quartal 2016

310 – 460%

Kaufkraftindex 2016 (Bundesdurchschintt = 100) 116,1

Quellen: Regionales Monitoring des Regionalverbandes, Hessisches Statistisches Landesamt, Bundesagentur für Arbeit, GfK Geomarketing GmbH

 

Bevölkerung 

Im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain lebten Ende des Jahres 2015 rund 2,3 Millionen Menschen. Das waren etwa 136.000 Einwohner mehr als zum Zeitpunkt des letzten Zensus im Mai 2011. In der Karte unten ist die Bevölkerungsentwicklung für alle 75 Verbandsgemeinden dargestellt. Den größten Zuwachs zwischen Mai 2011 und Dezember 2015 hat Kelsterbach mit einem Plus von 18,1 Prozent zu verzeichnen, gefolgt von den beiden Großstädten Frankfurt und Offenbach mit 9,7 respektive 9,1 Prozent. In absoluten Zahlen gewann Frankfurt knapp 65.000 neue Einwohner hinzu – das ist fast die Hälfte des Zuwachses im gesamten Verbandsgebiet.

Bevölkerungsentwicklung

 

Beschäftigung

Im Gebiet des Regionalverbandes waren im Jahr 2015 insgesamt 1.092.861 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig – im Vergleich zum Jahr 2011 ein Zuwachs um rund acht Prozent. Die Karte unten zeigt die durchweg positive Beschäftigungsentwicklung in den 75 Mitgliedskommunen des Verbandes; in knapp der Hälfte der Fälle konnten sogar zweistellige Zuwachsraten mit Spitzenwerten von über 30 Prozent erreicht werden. Dies gilt jedoch nicht für alle Städte und Gemeinden im Verbandsgebiet – in Kelsterbach, Rosbach, Großkrotzenburg, Mörfelden-Walldorf, Langen und Langenselbold ging die Zahl der Beschäftigten zwischen 2011 und 2015 zurück.

Beschäftigungsentwicklung 2011-2015

 

Wohnen

Im Jahr 2015 wurden im Gebiet des Regionalverbandes 8.979 Wohnungen fertiggestellt. Mit 4.325 Wohnungen entfällt dabei nahezu die Hälfte der Bautätigkeit auf die Kernstadt Frankfurt. Betrachtet man in der folgenden Abbildung die langfristige Entwicklung, so ist zu erkennen, dass im Verbandsgebiet auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit 1993 mehr als 15.000 Wohnungen fertiggestellt wurden. In der Folgejahren hat die Bautätigkeit im Wohnungsbau kontinuierlich nachgelassen und im Jahr 2009 ein Tief erreicht. Seitdem wird im Verbandsgebiet wieder etwas mehr gebaut.

 

Fertiggestellte Wohnungen 1987-2015

 

Pendler

Die folgende Karte zu den Auspendlern unterstreicht die Rolle des Oberzentrums Frankfurt als Arbeitsort für die Bewohner der umliegenden Städte und Gemeinden. In den Kommunen Bad Vilbel, Kelsterbach, Offenbach, Eschborn, Mörfelden-Walldorf, Maintal und Neu-Isenburg arbeitet mehr als die Hälfte aller Auspendler im direkt angrenzenden Frankfurt; in vielen Kommunen – etwa aus dem Vordertaunus – beträgt der Anteil der »Frankfurt-Pendler« immer noch vierzig Prozent und mehr. Mit zunehmender Entfernung von Frankfurt wächst jedoch der Einfluss anderer wichtiger Pendlerziele wie Wiesbaden, Mainz, Gießen oder Darmstadt, so dass sich in Gemeinden am Rande des Verbandsgebietes wie in Münzenberg, Ginsheim-Gustavsburg, Grävenwiesbach, Mainhausen, Ronneburg, Hammersbach, Nauheim, Wölfersheim und Bischofsheim nur noch weniger als zwanzig Prozent der Auspendler nach Frankfurt orientieren.

Auspendler 2015

 

Gemeindefinanzen

Die Kommunen mit den höchsten Steuereinnahmen je Einwohner liegen ausnahmslos im Kern des Verbandsgebietes. Zur Spitzengruppe gehören Eschborn (6.423 Euro) und Schwalbach (3.835 Euro) noch vor Frankfurt, das mit 3.422 Euro je Einwohner den dritten Platz belegt. Weitere fünf Mitgliedskommunen des Regionalverbandes können in den Jahren 2014 und 2015 durchschnittliche Steuereinnahmen von über 2.000 Euro je Einwohner erzielen. Das sieht im Norden des Verbandsgebietes anders aus: In knapp einem Drittel der Verbandskommunen – darunter viele aus dem Hintertaunus, der Wetterau oder Teilen des Main-Kinzig-Kreises – bleiben die Steuereinnahmen unter 1.000 Euro je Einwohner.

Steuereinnahmen 2014-2015

 

Broschüre Regionales Monitoring 2014

Die Broschüre „Regionales Monitoring 2014 – Daten und Fakten zum Regionalverband FrankfurtRheinMain“ liefert für die einzelnen Kommunen statistische Auswertungen zu den Themen Bevölkerung, Beschäftigung, Bauen und Wohnen, Verkehr, Daseinsvorsorge, Flächennutzung und Finanzen. Die Broschüre können Sie bei unseren Veröffentlichungen (in der Rubrik "Zahlen und Karten zum Regionalverband") hier herunterladen oder unter veroeffentlichungen@region-frankfurt.de bestellen.

 

Weiterführende Informationen

Neben der Broschüre „Regionales Monitoring 2014“ können Sie auch über den Statistik-Viewer des Regionalverbandes auf eine Vielzahl von statistischen Daten für das Gebiet des Regionalverbandes und der Metropolregion FrankfurtRheinMain zugreifen. Dort finden Sie interessante Indikatoren zu den Themen Bevölkerung, Beschäftigung, Wohnen, Verkehr, Daseinsvorsorge, Flächennutzung, Finanzen und Energie. Für darüber hinausgehende Datenanfragen steht Ihnen auch unser Fachbereich Regionalentwicklung, Daten und Analysen, jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 

Metropolregion FrankfurtRheinMain

 Was ist eine Metropolregion?

Durch den Beschluss der Ministerkonferenz für Raumordnung vom 28. April 2005 wurden elf deutsche Regionen als Metropolregionen benannt. Hier konzentrieren sich

  • politische und unternehmerische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen (beispielsweise Regierungssitze, Unternehmenszentralen),
  • technisch-wissenschaftliche und soziokulturelle Innovationen sowie
  • der schnelle Zugang zu Märkten, Wissen und Menschen (Gateway-Funktion).

Zusammengenommen leben und arbeiten in den Metropolregionen rund zwei Drittel aller Einwohner Deutschlands. Daten und Karten zu allen Europäischen Metropolregionen in Deutschland finden Sie im Monitoring des Initiativkreises Europäische Metropolregionen in Deutschland, das Sie sich rechts herunterladen können.

 

Die elf deutschen Metropolregionen

 

Die elf deutschen Metropolregionen

 

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain

 

Frankfurter Sykline von Oberrad aus Die Region FrankfurtRheinMain ist mit rund 5,6 Millionen Einwohnern, über drei Millionen Erwerbstätigen und einem Bruttoinlandsprodukt von 216 Milliarden Euro eine der bedeutendsten deutschen Metropolregionen. Grund hierfür ist die international herausragende Stellung als Verkehrsdrehscheibe, Messe- und Finanzplatz sowie Wissenschafts- und Dienstleistungsstandort.

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain wird hier definiert als das Gebiet vom Kreis Gießen bis zum Kreis Bergstraße (Nord-Süd) sowie vom Kreis Mainz-Bingen bis zum Kreis Aschaffenburg (West-Ost). Die Region erstreckt sich über drei Bundesländer und umfasst außer den sieben kreisfreien Städten Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach am Main, Mainz, Worms sowie Aschaffenburg weitere 18 Landkreise. Insgesamt gehören 468 Kommunen zur Region. Im Süden geht die Region in die Metropolregion Rhein-Neckar über; entsprechend sind der Kreis Bergstraße und die kreisfreie Stadt Worms Teil des länderübergreifenden Verbandes Region Rhein-Neckar.

 

Bevölkerung

In der Metropolregion FrankfurtRheinMain wuchs die Einwohnerzahl zwischen dem Zensus 2011 und Ende 2014 um über 143.000 auf nunmehr 5,6 Millionen Menschen. Während die Städte Frankfurt, Offenbach und Darmstadt hohe Zuwachsraten aufweisen konnten, gehen in manchen Kreisen – insbesondere am Rand der Region – die Einwohnerzahlen zurück. Schätzungen für den Zeitraum bis 2030 gehen von einem moderaten Anstieg der Einwohnerzahl in der Metropolregion FrankfurtRheinMain aus.

Bevölkerungsentwicklung Metropolregion FRM 2011-14

Aus der Alterspyramide ist ein Altersbaum mit breitem Stamm geworden. Deutlich zu erkennen sind die geringe Anzahl der heute Anfang 70-Jährigen, die gegen Ende des 2. Weltkrieges geboren wurden, die 45- bis 55-jährigen Babyboomer und die immer schwächer besetzten Jahrgänge der unter 25-Jährigen. Bei den Kindern unter zwölf Jahren hat sich die Besetzung der einzelnen Jahrgänge auf rund 50.000 eingependelt. Weiterhin besteht die Herausforderung, der Alterung der Bevölkerung zu begegnen.

 

Alterspyramide Metropolregion FRM 2014

 

Wirtschaft

2014 wurden in der Metropolregion FrankfurtRheinMain rund 2,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort gezählt (ohne Beamte, Selbstständige, geringfügig Beschäftigte). Zwischen 2009 und 2014 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort um mehr als 170.000 auf genau 2.178.851 Personen. Im Gegensatz zur Bevölkerungsentwicklung ist eine Zunahme der Beschäftigung auch am Rand der Region zu beobachten – so zum Beispiel in den Kreisen Mainz-Bingen, Vogelsberg und Fulda, wo mit bis zu 16,1 Prozent die höchsten Zuwachsraten erzielt wurden. Die geringsten prozentualen Zuwächse gab es im Kreis Groß-Gerau und in den drei kreisfreien Städten Offenbach, Aschaffenburg und Wiesbaden.

Beschäftigungsentwicklung Metropolregion FRM 2009-14

 

Mit einem Anteil von 76,7 Prozent arbeiten über drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dienstleistungsbereich. Allerdings hat in einzelnen Kreisen wie etwa Miltenberg, Aschaffenburg und Odenwald auch die Produktion noch einen hohen Stellenwert. Generell besteht die Herausforderung, den wirtschaftlichen Strukturwandel zu begleiten.

 

Wirtschaftsbereiche Metropolregion FRM

 

Wohnen

Wenngleich die Höchstwerte aus den 90er Jahren noch nicht wieder erreicht wurden, zog der Wohnungsbau in den letzten Jahren an. 2014 wurden 18.083 neue Wohnungen in der Region gebaut, ein großer Teil davon in Frankfurt (4.418).

 

Fertiggestellte Wohnungen Metropolregion FRM 1995-2014

 

 

Mobilität

Das mit fast 342.000 Einpendlern wichtigste Pendlerziel der Region ist Frankfurt. Zwischen dem Main-Taunus-Kreis oder den Kreisen Offenbach, Main-Kinzig, Hochtaunus sowie Wetterau und Frankfurt pendeln jeweils zwischen 30.000 und 50.000 Menschen. Stärker ausgeprägte Pendlerbeziehungen gibt es aber auch im Umland – häufig zwischen kreisfreien Städten mit attraktivem Arbeitsplatzangebot und ihren Nachbarkreisen.

 

Pendlerströme Metropolregion FRM

 

 

Daseinsvorsorge

Nur fünf von 25 Kreisen und kreisfreien Städten haben eine Betreuungsquote der unter Dreijährigen von unter 25 Prozent. Die höchste Betreuungsquote unter Dreijähriger hat der Kreis Mainz-Bingen (41,2 Prozent) gefolgt von Darmstadt (35,0 Prozent) und Frankfurt (34,9 Prozent). Unabhängig von der Höhe konnte sich das Betreuungsangebot in den letzten fünf Jahren überall deutlich verbessern.

 

Betreuungsquote von unter 3-Jährigen Metropolregion FRM 2014

 

Flächennutzung

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche hat in der Metropolregion FrankfurtRheinMain in den letzten zehn Jahren weiter zugenommen – auf nunmehr 258.571 Hektar. Dies entspricht einem Anteil von 17,5 Prozent an der Gesamtfläche der Region. Insgesamt besteht für die Zukunft die Herausforderung einer nachhaltigen Flächennutzung.

 

Flächennutzung Metropolregion FRM 2014

Weiterführende Informationen

Zu diesen und weiteren Themenbereichen finden Sie ausführliche Informationen, Daten und Abbildungen in der Broschüre „Regionales Monitoring 2015 – Daten und Fakten zur Metropolregion FrankfurtRheinMain“, die Sie sich bei unseren Veröffentlichungen unter der Rubrik „Zahlen und Karten zur Region“ herunterladen können.

 

Der Statistik-Viewer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain

Das folgende neue interaktive Kartenwerk ermöglicht einen spezifischen Blick auf das Gebiet des Regionalverbandes und die Metropolregion FrankfurtRheinMain. Der Statistik-Viewer ermöglicht im Falle des Regionalverbandes einen visuellen Gemeindevergleich zwischen den 75 Mitgliedskommunen – auf Ebene der Metropolregion den Vergleich zwischen den kreisfreien Städten und Kreisen der Region. Zudem kann auf die Darstellung in Form von Zeitreihen zurückgegriffen werden.

 

Der Statistik-Viewer Europäische Metropolregionen in Deutschland

Stand: 2015

Der Statistik-Viewer der Metropolregionen in Deutschland behandelt folgende Themen:

  • Arbeitsmarkt
  • Ausbildung und Qualifikation
  • Bevölkerungsentwicklung
  • Bevölkerungsstruktur
  • Daseinsvorsorge
  • Finanzen und Fördermittel
  • Siedlungsstruktur
  • Verkehr und Tourismus
  • Wirtschaftsleistung
  • Wissenschaft
  • Wohnungs- und Immobilienmarkt

Hier gelangen Sie zum Statistik-Viewer der Metropolregionen in Deutschland.