Seiteninhalt

Die Region FrankfurtRheinMain in Zahlen und Fakten

Die Region FrankfurtRheinMain lässt sich grob in zwei Räume einteilen: Die Metropolregion FrankfurtRheinMain mit über 5,5 Mio. Einwohnern gehört zu den führenden Regionen Europas. Sie liegt auf der Schnittstelle der drei Bundesländer Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Gebiet des Regionalverbandes umfasst neben den Städten Frankfurt am Main und Offenbach am Main die Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus, Offenbach sowie Teilgebiete der Landkreise Groß-Gerau, Main-Kinzig und Wetterau. Das Gebiet umfasst 75 Kommunen mit rund 2,2 Millionen Einwohnern. Im Folgenden haben wir für Sie Daten und Fakten zunächst für das Gebiet des Regionalverbandes und dann für die Metropolregion zusammengestellt. Im Anschluss gelangen Sie zu unseren Statistik-Viewern.

 

Metropolregion und Verbandsgebiet

 

Gebiet des Regionalverbandes

Das Gebiet des Regionalverbandes besteht aus 75 Kommunen:

Gebiet_des_Regionalverbandes_Karte_Übersicht

 

Überblick — Daten und Fakten

Fläche 12/2014

2.458,5 km²

Einwohner 6/2015


2.295.588

Einwohnerdichte 12/2014

928 Einw./km²

Veränderung der Einwohnerzahl
5/2011 - 6/2015

+112.556 (+5,2%)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 6/2015

... davon Dienstleistungsanteil 2015

1.092.861

82,5%

Veränderung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 6/2011 - 6/2015

+79.875 (+7,9%)

Arbeitslose im Jahresdurchschnitt 2015

70.559

Bruttoinlandsprodukt 2013

118.387  Mio. Euro

Wohnungen 2014

1.118.936

Veränderung der Zahl der Wohnungen 5/2011 - 12/2014

+22.360 (+2,0%)

Siedlungs- und Verkehrsfläche 12/2014

695,76 km²

Gewerbesteuerhebesatz 2015

280% – 460%

Quellen: Regionales Monitoring des Regionalverbandes, Hessisches Statistisches Landesamt, Bundesagentur für Arbeit

 

Bevölkerung 

Im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain lebten Ende des Jahres 2013 rund 2,2 Millionen Menschen. Das waren rund 65.000 Einwohner mehr als zum Zeitpunkt des letzten Zensus im Mai 2011. In der Karte unten ist die Bevölkerungsentwicklung für alle 75 Verbandsgemeinden dargestellt. Den größten Zuwachs zwischen Mai 2011 und Dezember 2013 hat Kelsterbach mit einem Plus von 7,5 Prozent zu verzeichnen gefolgt von den beiden Großstädten Offenbach und Frankfurt mit 5,1 respektive 5,0 Prozent. In absoluten Zahlen gewann Frankfurt rund 33.500 neue Einwohner hinzu – das ist mehr als die Hälfte des Zuwachses im gesamten Verbandsgebiet.

Bevölkerungsentwicklung

 

Beschäftigung

Im Gebiet des Regionalverbandes waren im Jahr 2013 1.040.124 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig. In der Abbildung unten erkennt man, dass diese Zahl das Ergebnis der sehr positiven Beschäftigungsentwicklung seit dem Jahr 2006 ist. Die Zahl der Beschäftigten im Verbandsgebiet ist in den vergangenen sieben Jahren um rund neun Prozent angestiegen. Das Beispiel Offenbach zeigt allerdings, dass dieser Trend nicht für alle Mitgliedskommunen gilt. Seit dem Jahr 2001 verzeichnet Offenbach bei der Beschäftigung eine weitgehend kontinuierliche Abwärtsentwicklung.

Beschäftigungsentwicklung

 

Wohnen

Im Jahr 2013 wurden im Gebiet des Regionalverbandes 6.718 Wohnungen fertiggestellt. Mit 3.156 Wohnungen entfällt dabei nahezu die Hälfte der Bautätigkeit auf die Kernstadt Frankfurt. Betrachtet man in der folgenden Abbildung die langfristige Entwicklung, so ist zu erkennen, dass im Verbandsgebiet auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit 1993 mehr als 15.000 Wohnungen fertiggestellt wurden. In der Folgejahren hat die Bautätigkeit im Wohnungsbau kontinuierlich nachgelassen und im Jahr 2009 ein Tief erreicht. Seitdem wird im Verbandsgebiet wieder etwas mehr gebaut.

Fertiggestellte Wohnungen 1987-2013

 

Pendler

Die folgende Karte zu den Auspendlern unterstreicht die Rolle des Oberzentrums Frankfurt als Arbeitsort für die Bewohner der umliegenden Städte und Gemeinden. In den Kommunen Bad Vilbel, Kelsterbach, Offenbach, Mörfelden-Walldorf, Maintal, Eschborn und Neu-Isenburg arbeitet mehr als die Hälfte aller Auspendler im direkt angrenzenden Frankfurt; in vielen Kommunen – etwa aus dem Vordertaunus – beträgt der Anteil der »Frankfurt-Pendler« immer noch vierzig Prozent und mehr. Mit zunehmender Entfernung von Frankfurt wächst jedoch der Einfluss anderer wichtiger Pendlerziele wie Wiesbaden, Mainz, Gießen oder Darmstadt, so dass sich in Gemeinden am Rande des Verbandsgebietes wie in Wölfersheim, Ronneburg, Grävenwiesbach und Mainhausen, Ginsheim-Gustavsburg und Münzenbberg nur noch weniger als zwanzig Prozent der Auspendler nach Frankfurt orientieren.

Auspendler 2013

 

Gemeindefinanzen

Die Kommunen mit den höchsten Steuereinnahmen je Einwohner liegen ausnahmslos im Kern des Verbandsgebietes. Hierzu gehören Bad Homburg mit 2.113 Euro je Einwohner, Sulzbach (2.143 Euro/EW), Schwalbach (2.227 Euro/EW) und Frankfurt (2.568 Euro/EW). Spitzenreiter bei den Steuereinnahmen ist die Stadt Eschborn, wo auf jeden Einwohner 5.763 Euro entfallen – mehr als doppelt so viel wie in der Stadt Frankfurt auf dem zweiten Platz. Rund ein Drittel der Mitgliedskommunen des Regionalverbandes kann zwischen 2011 und 2013 durchschnittliche Steuereinnahmen von 1.000 bis 2.000 Euro je Einwohner erzielen. Räumlich gesehen bilden diese Städte und Gemeinden einen nahezu geschlossenen Ring um den Kern.

Steuereinnahmen 2011-2013

 

Broschüre Regionales Monitoring 2014

Die Broschüre „Regionales Monitoring 2014 – Daten und Fakten zum Regionalverband FrankfurtRheinMain“ liefert für die einzelnen Kommunen statistische Auswertungen zu den Themen Bevölkerung, Beschäftigung, Bauen und Wohnen, Verkehr, Daseinsvorsorge, Flächennutzung und Finanzen. Die Broschüre können Sie bei unseren Veröffentlichungen (in der Rubrik "Zahlen und Karten zum Regionalverband") hier herunterladen oder unter veroeffentlichungen@region-frankfurt.de bestellen.

 

Weiterführende Informationen

Neben der Broschüre „Regionales Monitoring 2014“ können Sie auch über den Statistik-Viewer des Regionalverbandes auf eine Vielzahl von statistischen Daten für das Gebiet des Regionalverbandes und der Metropolregion FrankfurtRheinMain zugreifen. Dort finden Sie interessante Indikatoren zu den Themen Bevölkerung, Beschäftigung, Wohnen, Verkehr, Daseinsvorsorge, Flächennutzung, Finanzen und Energie. Für darüber hinausgehende Datenanfragen steht Ihnen auch unser Fachbereich Regionalentwicklung, Daten und Analysen, jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 

Metropolregion FrankfurtRheinMain

 Was ist eine Metropolregion?

Durch den Beschluss der Ministerkonferenz für Raumordnung vom 28. April 2005 wurden elf deutsche Regionen als Metropolregionen benannt. Hier konzentrieren sich

  • politische und unternehmerische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen (beispielsweise Regierungssitze, Unternehmenszentralen),
  • technisch-wissenschaftliche und soziokulturelle Innovationen sowie
  • der schnelle Zugang zu Märkten, Wissen und Menschen (Gateway-Funktion).

Zusammengenommen leben und arbeiten in den Metropolregionen rund zwei Drittel aller Einwohner Deutschlands. Daten und Karten zu allen Europäischen Metropolregionen in Deutschland finden Sie im Monitoring des Initiativkreises Europäische Metropolregionen in Deutschland, das Sie sich rechts herunterladen können.

 

Die elf deutschen Metropolregionen

 

Die elf deutschen Metropolregionen

 

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain

 

Frankfurter Sykline von Oberrad aus Die Region FrankfurtRheinMain ist mit rund 5,6 Millionen Einwohnern, über drei Millionen Erwerbstätigen und einem Bruttoinlandsprodukt von 216 Milliarden Euro eine der bedeutendsten deutschen Metropolregionen. Grund hierfür ist die international herausragende Stellung als Verkehrsdrehscheibe, Messe- und Finanzplatz sowie Wissenschafts- und Dienstleistungsstandort.

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain wird hier definiert als das Gebiet vom Kreis Gießen bis zum Kreis Bergstraße (Nord-Süd) sowie vom Kreis Mainz-Bingen bis zum Kreis Aschaffenburg (West-Ost). Die Region erstreckt sich über drei Bundesländer und umfasst außer den sieben kreisfreien Städten Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach am Main, Mainz, Worms sowie Aschaffenburg weitere 18 Landkreise. Insgesamt gehören 468 Kommunen zur Region. Im Süden geht die Region in die Metropolregion Rhein-Neckar über; entsprechend sind der Kreis Bergstraße und die kreisfreie Stadt Worms Teil des länderübergreifenden Verbandes Region Rhein-Neckar.

 

Bevölkerung

In der Metropolregion FrankfurtRheinMain wuchs die Einwohnerzahl zwischen dem Zensus 2011 und Ende 2014 um über 143.000 auf nunmehr 5,6 Millionen Menschen. Während die Städte Frankfurt, Offenbach und Darmstadt hohe Zuwachsraten aufweisen konnten, gehen in manchen Kreisen – insbesondere am Rand der Region – die Einwohnerzahlen zurück. Schätzungen für den Zeitraum bis 2030 gehen von einem moderaten Anstieg der Einwohnerzahl in der Metropolregion FrankfurtRheinMain aus.

Bevölkerungsentwicklung Metropolregion FRM 2011-14

Aus der Alterspyramide ist ein Altersbaum mit breitem Stamm geworden. Deutlich zu erkennen sind die geringe Anzahl der heute Anfang 70-Jährigen, die gegen Ende des 2. Weltkrieges geboren wurden, die 45- bis 55-jährigen Babyboomer und die immer schwächer besetzten Jahrgänge der unter 25-Jährigen. Bei den Kindern unter zwölf Jahren hat sich die Besetzung der einzelnen Jahrgänge auf rund 50.000 eingependelt. Weiterhin besteht die Herausforderung, der Alterung der Bevölkerung zu begegnen.

 

Alterspyramide Metropolregion FRM 2014

 

Wirtschaft

2014 wurden in der Metropolregion FrankfurtRheinMain rund 2,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort gezählt (ohne Beamte, Selbstständige, geringfügig Beschäftigte). Zwischen 2009 und 2014 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort um mehr als 170.000 auf genau 2.178.851 Personen. Im Gegensatz zur Bevölkerungsentwicklung ist eine Zunahme der Beschäftigung auch am Rand der Region zu beobachten – so zum Beispiel in den Kreisen Mainz-Bingen, Vogelsberg und Fulda, wo mit bis zu 16,1 Prozent die höchsten Zuwachsraten erzielt wurden. Die geringsten prozentualen Zuwächse gab es im Kreis Groß-Gerau und in den drei kreisfreien Städten Offenbach, Aschaffenburg und Wiesbaden.

Beschäftigungsentwicklung Metropolregion FRM 2009-14

 

Mit einem Anteil von 76,7 Prozent arbeiten über drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dienstleistungsbereich. Allerdings hat in einzelnen Kreisen wie etwa Miltenberg, Aschaffenburg und Odenwald auch die Produktion noch einen hohen Stellenwert. Generell besteht die Herausforderung, den wirtschaftlichen Strukturwandel zu begleiten.

 

Wirtschaftsbereiche Metropolregion FRM

 

Wohnen

Wenngleich die Höchstwerte aus den 90er Jahren noch nicht wieder erreicht wurden, zog der Wohnungsbau in den letzten Jahren an. 2014 wurden 18.083 neue Wohnungen in der Region gebaut, ein großer Teil davon in Frankfurt (4.418).

 

Fertiggestellte Wohnungen Metropolregion FRM 1995-2014

 

 

Mobilität

Das mit fast 342.000 Einpendlern wichtigste Pendlerziel der Region ist Frankfurt. Zwischen dem Main-Taunus-Kreis oder den Kreisen Offenbach, Main-Kinzig, Hochtaunus sowie Wetterau und Frankfurt pendeln jeweils zwischen 30.000 und 50.000 Menschen. Stärker ausgeprägte Pendlerbeziehungen gibt es aber auch im Umland – häufig zwischen kreisfreien Städten mit attraktivem Arbeitsplatzangebot und ihren Nachbarkreisen.

 

Pendlerströme Metropolregion FRM

 

 

Daseinsvorsorge

Nur fünf von 25 Kreisen und kreisfreien Städten haben eine Betreuungsquote der unter Dreijährigen von unter 25 Prozent. Die höchste Betreuungsquote unter Dreijähriger hat der Kreis Mainz-Bingen (41,2 Prozent) gefolgt von Darmstadt (35,0 Prozent) und Frankfurt (34,9 Prozent). Unabhängig von der Höhe konnte sich das Betreuungsangebot in den letzten fünf Jahren überall deutlich verbessern.

 

Betreuungsquote von unter 3-Jährigen Metropolregion FRM 2014

 

Flächennutzung

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche hat in der Metropolregion FrankfurtRheinMain in den letzten zehn Jahren weiter zugenommen – auf nunmehr 258.571 Hektar. Dies entspricht einem Anteil von 17,5 Prozent an der Gesamtfläche der Region. Insgesamt besteht für die Zukunft die Herausforderung einer nachhaltigen Flächennutzung.

 

Flächennutzung Metropolregion FRM 2014

Weiterführende Informationen

Zu diesen und weiteren Themenbereichen finden Sie ausführliche Informationen, Daten und Abbildungen in der Broschüre „Regionales Monitoring 2015 – Daten und Fakten zur Metropolregion FrankfurtRheinMain“, die Sie sich bei unseren Veröffentlichungen unter der Rubrik „Zahlen und Karten zur Region“ herunterladen können.

 

Der Statistik-Viewer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain

Das folgende neue interaktive Kartenwerk ermöglicht einen spezifischen Blick auf das Gebiet des Regionalverbandes und die Metropolregion FrankfurtRheinMain. Der Statistik-Viewer ermöglicht im Falle des Regionalverbandes einen visuellen Gemeindevergleich zwischen den 75 Mitgliedskommunen – auf Ebene der Metropolregion den Vergleich zwischen den kreisfreien Städten und Kreisen der Region. Zudem kann auf die Darstellung in Form von Zeitreihen zurückgegriffen werden.

 

Der Statistik-Viewer Europäische Metropolregionen in Deutschland

Stand: 2015

Der Statistik-Viewer der Metropolregionen in Deutschland behandelt folgende Themen:

  • Arbeitsmarkt
  • Ausbildung und Qualifikation
  • Bevölkerungsentwicklung
  • Bevölkerungsstruktur
  • Daseinsvorsorge
  • Finanzen und Fördermittel
  • Siedlungsstruktur
  • Verkehr und Tourismus
  • Wirtschaftsleistung
  • Wissenschaft
  • Wohnungs- und Immobilienmarkt

Hier gelangen Sie zum Statistik-Viewer der Metropolregionen in Deutschland.