Seiteninhalt
 

Radverkehr in der Region

Radverkehr ist ein bedeutender Teil nachhaltigen Verkehrs. Wichtige Projekte des Regionalverbandes im Radverkehr sind neben der Radanbindung des Flughafens und der Konzeption von Radschnellwegen unter anderem:

bike + business zur Förderung der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit
• die Unterstützung der Anlage und des Ausbaus von »Bike + Ride«-Anlagen zum Beispiel über Sammelanträge, um die Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV zu optimieren
• die Mitorganisation des Main-Radweges für den Freizeit- und Tourismusverkehr
• die Beteiligung am Tourismus-Angebot „Rundum Frankfurt“ des Regionalparks RheinMain.

Der Verband veranstaltet regelmäßig das RADforum und weitere Fahrradkongresse. Außerdem kümmert er sich um die Definition, Ausweisung und planerische Sicherung überörtlich bedeutsamer Radrouten.

 


 

RADforum RheinMain

Der Regionalverband leitet seit März 2003 das halbjährlich stattfindende RADforum RheinMain, eine regionale Kooperation zur Förderung des Radverkehrs. Das Forum der kommunalen Radverkehrsbeauftragten der Regionhat das Ziel , den Erfahrungs- und Informationsaustausch zu fördern, ein regionales Radroutennetz abzustimmen sowie regionale Radverkehrsprojekte zu unterstützen. Die Austauschplattform besteht heute aus einem Netzwerk weit über die Verbandsgrenzen hinaus.
Die ständigen Kooperationspartner sind neben dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den in seinem Zuständigkeitsgebiet liegenden Städten, Gemeinden und Kreisen das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Hessen Mobil, der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, Landesverband Hessen (ADFC Hessen).

Im Downloadbereich am Fuß dieser Seite finde Sie eine Linksammlung zu den Vorträgen des 26. RADforums RheinMain (05.02.2018).

 

Überörtliche Fahrradrouten

Die Hauptkarte des Regionalen Flächennutzungsplans stellt die überörtlichen Fahrradrouten nachvollziehbar dar und sichert so das knapp 2400 Kilometer lange Radwegenetz. Regionale und überregionale Freizeitrouten (beispielsweise hessische Radfernwege, Main-Radweg) ergänzen es. Derzeit wird das Netz für alle 75 Kommunen im Rahmen der Neuaufstellung des RegFNP aktualisiert.

 Radverkehr: Überörtliche Radrouten und Ausschnitt Regionales Radroutennetz

Überörtliche Radrouten und Ausschnitt Regionales Radroutennetz – Stand 2010, blau = Bestand, rot = Planung (abschließender Beschluss über den Regionalen Flächennutzungsplan)

 


bike + business

Planung und Management in der Fläche

Das Leitmotiv des vom Regionalverband FrankfurtRheinMain und dem ADFC Hessen e.V. 2003 initiierten Projektes bike + business lautet: Mobilität erhalten, den Autoverkehr auf dem Weg zur Arbeit reduzieren und auf das Fahrrad verlagern.

Logo von bike + business

Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 mindestens 100 „bike + business“-Betriebe im Ballungsraum FrankfurtRheinMain für das Projekt zu gewinnen. Dies erfordert eine Strategie, die sich nicht nur auf einzelne Unternehmen konzentriert, sondern auch größere Standorte und zusammenhängende Areale in den Fokus rückt.
Mit „bike + business 2020 – Planung und Management in der Fläche“ steht daher in den Jahren 2014 bis 2020 der flächenbezogene Ansatz im Vordergrund: Gewerbegebiete, Technologie- und Industrieparks, Büro- und Dienstleistungsstandorte mit einer hohen Anzahl an Beschäftigten bieten durch ihren räumlichen Zusammenhang und ihre Dichte ein erhebliches Potenzial, die Fahrradnutzung zu steigern.

Der Blick auf komplette Gewerbegebiete bietet zahlreiche Vorteile: Es können sich mehr Unternehmen an bike + business beteiligen und durch gemeinsames Handeln können vielfältige Synergien entstehen.

 

bike + business: Straßenschild und Radtasche

 

„bike + business“-Projektgruppe

Die Projektgruppe besteht aus dem Kernteam Regionalverband FrankfurtRheinMain und dem ADFC Hessen e.V. Außerdem wirken das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) und der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) mit, allerdings ohne eine finanzielle Beteiligung. Für bike + business 2020 ist es außerdem wichtig, jene Kommunen, die die Planungshoheit über die bearbeiteten Gewerbegebiete haben, und Vertreter der Unternehmen in die Arbeit der Projektgruppe einzubeziehen. Insbesondere die Unternehmen sollen motiviert werden, sich im Rahmen von Corporate Social Responsibility (CSR) an fahrradbezogenen Infrastrukturen und Dienstleistungen auch finanziell zu beteiligen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Bisherige Bilanz

Derzeit beteiligen sich 34 Unternehmen und Stadtverwaltungen am Projekt bike + business, die neuesten Teilnehmer sind die Stadtverwaltungen Langen, Kassel und Eschborn. Jährlich findet ein Wettbewerb für besonders fahrradfreundliche Umsetzungen der Handlungsempfehlungen unter den Beteiligten mit einem dazugehörigen Award und Kongress statt.

Die Award-Gewinner:
  • Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ, Eschborn, Award-Gewinner 2009
  • Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main (Zentrale und Hauptverwaltungen) Award-Gewinner 2010
  • Deutscher Wetterdienst, Offenbach am Main Award-Gewinner 2011
  • Solar Technology AG SMA, Kassel, Award-Gewinner 2012
  • Industriepark Wolfgang GmbH IPW, Award-Gewinner 2013
  • KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, Award-Gewinner 2014
  • DERTouristik, Frankfurt am Main, Award-Gewinner 2015
  • Keine Verleihung 2016
  • Award-Gewinner 2017 noch nicht ermittelt (Kongress und Preisverleihung am 7. September)

Interessiert? 

Nähere Informationen über das Projekt erhalten Sie über die Internetseite von bike + business und
die 2008 herausgegebene Imagebroschüre (siehe Downloadbereich unten) mit allen Informationen zur Beteiligung.

 


Regionales "Bike + Ride"-Konzept

Viele Pendler in der Region steuern auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz mit ihrem Fahrrad die nächste Bahnstation an und steigen anschließend auf einen Zug oder die S-Bahn um. Überdachte Fahrradbügel, die Teile sogenannter Bike + Ride-Anlagen sind, erleichtern nicht nur den Pendleralltag und leisten einen Beitrag dazu, dass das eine oder andere Auto in der Garage bleibt. Der Regionalverband unterstützt die Kommunen dabei, Finanzierungshürden beim Um- und Ausbau solcher Anlagen zu überwinden. Denn Förderanträge für solche Projekte können von den Kommunen bei der zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil derzeit nur dann gestellt werden, wenn die Kosten eine Bagatellgrenze von 100.000 Euro überschreiten. Diese Grenze wird von einer einzelnen Anlage in der Regel nicht erreicht. Doch es ist möglich, dass mehrere Kommunen, die in ein solchen Anlage investieren möchten, zusammenfinden und einen Sammelantrag einreichen, der über der Bagatellgrenze liegt.

 

Radabstellanlage Sulzbach Mitte

"Bike + Ride"- Radabstellanlage in Sulzbach

 

Der Regionalverband unterstützt daher seine Mitgliedskommunen dabei, derartige Sammelanträge zur Förderung von Bike + Ride-Anlagen zu erstellen. Auf diese Weise können Projekte, die ohne Fördermittel von den Kommunen nicht finanzierbar gewesen wären, realisiert werden. Der Verband unterstützt bei der Bewerbung und Sondierung einschlägiger Vorhaben von Kommunen, Kreisen und lokalen Nahverkehrsgesellschaften. Er hilft die Vorhaben zu bündeln, die Beteiligten zusammenzubringen, Anträge zu formulieren und Formulare auszufüllen. Dabei stellt er die notwendigen Daten und Informationen zusammen. Schließlich stellt der Verband den Förderantrag und übernimmt die Abwicklung mit Hessen Mobil.

Die Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Verband hat bereits Früchte getragen: Im Jahr 2016 konnten mehrere Kommunen im Main-Kinzig-Kreis, im Kreis Offenbach und im Wetteraukreis Fördermittel für ihre Vorhaben sichern. Diese Praxis soll auch 2018 mit Kommunen aus dem Main-Taunus-Kreis, dem Wetteraukreis und der Stadt Offenbach weiter gehen.