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Staatsminister Axel Wintermeyer bei Immobilien-Dialog Metropolregion Rhein-Main in Frankfurt 

„Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik über Ländergrenzen hinweg macht zukunftsfähig“

Wiesbaden/Frankfurt. Beim Immobilien-Dialog Metropolregion Rhein-Main mit dem Motto „Urbanität gestalten – Wachstum geht nur mit der Region“, hat Staatsminister Axel Wintermeyer für eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik über Ländergrenzen hinweg plädiert. „Genügend Flächen für Wohnraum oder Gewerbe aktivieren, Planungsphasen verkürzen und die Region attraktiv für Unternehmensgründungen gestalten, dies sind einige der zentralen Themen, für die wir länderübergreifende Lösungen brauchen. Wir müssen Bestehendes verzahnen und Neues denken, um zukunftsfähig zu sein. Dafür steht das Strategieforum FrankfurtRheinMain“, sagte dessen Vorsitzender, Staatsminister Wintermeyer, heute in Frankfurt.

Gemeinsames Ziel des länderübergreifenden Strategieforums ist, die Attraktivität der Region für Mensch und Wirtschaft zu erhalten und ihr Wachstum zu fördern. Aus vier Bundesländern arbeiten insgesamt 16 hochrangige Mitglieder der Landes- und Kommunalpolitik und der Wirtschaft zusammen, um in vier Fachgruppen strategisch-visionäre Vorschläge und Konzepte für die Metropolregion zu entwickeln. Die zentralen Herausforderungen der Expertinnen und Experten sind Planungsbeschleunigung, Stärkung der Gründerregion, Smart Region sowie Mobilität.
„Die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain boomt nach wie vor, die Bevölkerung wächst in hohem Tempo, nur eines hinkt hinterher: die Planungszeit“, sagte der Vorsitzende der Fachgruppe Planungsbeschleunigung und Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Thomas Horn. „Hier müssen wir ordentlich nachbessern, sonst bremsen wir uns selbst. Wir brauchen mehr Wohnungen, wir brauchen mehr öffentlichen Nahverkehr, wir brauchen mehr Transportwege für Güter, wir brauchen ein superschnelles digitales Netz und anderes mehr. Und das alles nicht erst in 30 Jahren.“

Der Präsident der IHK Aschaffenburg, Friedbert Eder, betonte, dass innerhalb der Metropolregion die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg ausdrücklich angestrebt werde. „Es gibt vielfältige Verflechtungen zwischen dem bayerischen Untermain und dem Rest der Metropolregion. Um die Mobilität innerhalb der Metropolregion zu verbessern, benötigen wir leistungsfähige Verkehrswege und Verkehrsmittel. Hier ist vor allem der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs erforderlich. Tarifsysteme und Verkehrsverbünde müssen besser vernetzt werden, Ziel ist eine gemeinsame Mobilitätsplattform für die gesamte Metropolregion“, sagte Eder.

Die Region kann über ihre Expertinnen und Experten mitarbeiten und das Verfahren transparent gestalten, da Protokolle der Sitzungen des Strategieforums und ihrer vier Fachgruppen öffentlich zugänglich sind.

Eine solche Austauschmöglichkeit zwischen Politik und Wirtschaft hat es in der Region bislang nicht gegeben. „Der Anstoß dazu kam aus der Wirtschaft. Wie richtig sie damit lag, zeigt die zunehmende Bedeutung und der wachsende Bekanntheitsgrad des Strategieforums. Ich bin davon überzeugt, dass wir damit eine konstruktive Art der Zusammenarbeit gefunden haben, die neue Verwaltungsstrukturen oder gar eine neue Organisation in der Region überflüssig machen“, sagte Wintermeyer.

Weitere Informationen zum länderübergreifenden Strategieforum FrankfurtRhein-Main und die Protokolle der Fachgruppensitzungen finden Sie im Internet unter https://strategieforum-frankfurtrheinmain.de/

Hintergrundinformation
Ziel des Strategieforums FrankfurtRheinMain ist es, die relevanten Akteure aus Wirtschaft und Staat länderübergreifend zusammenzubringen, um die strategische Positionierung der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main voranzubringen. Das Strategieforum soll strategisch relevante Initiativen und Maßnahmen für die Region vorschlagen, Empfehlungen für die Umsetzung von Projekten aussprechen und bei Bedarf den Kontakt zu Akteuren auf oberster Ebene herstellen. Dabei bündelt es die in der Region vorhandenen Initiativen und gibt ihnen einen strategischen Rahmen.

Die konstituierende Sitzung des länderübergreifenden Strategieforums fand am 18. Januar 2018 in Frankfurt statt, zur regulären Arbeitssitzung tagte das Strategieforum am 8. Juni 2018 im bayerischen Alzenau und am 19. Dezember 2018 in Mainz.
Mitglieder des länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain sind:
• Hessische Landesregierung: Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei
• Bayerische Landesregierung: Staatsrätin Karolina Gernbauer, Amtschefin der Bayerischen Staatskanzlei
• Landesregierung Rheinland-Pfalz: Staatssekretär Clemens Hoch, Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
• Landesregierung Baden-Württemberg: Staatssekretär Dr. Florian Stegmann, Chef der Staatskanzlei Baden-Württemberg
• Kommunalvertreter Hessen – Kreisfreie Stadt: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadt Frankfurt am Main
• Kommunalvertreter Hessen – Landkreis: Landrat Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises
• Kommunalvertreter Bayern: Landrat Prof. Dr. Ulrich Reuter, Kreis Aschaffenburg
• Kommunalvertreter Rheinland-Pfalz: Oberbürgermeister Michael Ebling, Stadt Mainz
• Kommunalvertreter Baden-Württemberg: Landrat Stefan Dallinger, Kreis Rhein-Neckar
• Regionalverband FrankfurtRheinMain: Thomas Horn, Verbandsdirektor
• Handwerkskammer FrankfurtRheinMain: Bernd Ehinger, Präsident
• IHK Darmstadt: Matthias Martiné, Präsident
• IHK Frankfurt am Main: N.N.
• IHK Aschaffenburg: Friedbert Eder, Präsident
• IHK Rheinhessen: Dr. Engelbert J. Günster, Präsident
• IHK Rhein-Neckar: Manfred Schnabel, Präsident

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