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1000 Fußballfelder für die Windkraft

Verbandskammer des Regionalverbandes beschließt Vorranggebiete für Windenergieanlagen

Die Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain hat in ihrer heutigen Sitzung den „Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien“ (TPEE) verabschiedet.

„Ich freue mich, dass wir mit diesem Plan nun die Voraussetzung für einen geordneten, rechtssicheren Bau von Windkraftanlagen in unserer Region geschaffen haben“, erklärte Verbandsdirektor Thomas Horn in seiner Rede vor der Verbandskammer. Die breite Zustimmung – die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen votierten für den Plan, nur die Gruppe der Unabhängigen stimmte dagegen – sei auch ein Ausdruck der Wertschätzung und des Vertrauens, das der Arbeit der Verbandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter entgegengebracht werde, so Horn.

In das umfangreiche Planwerk gingen Kritik und Anregungen vieler Bürgerinnen und Bürger, Gemeindevertretungen und Fachbehörden ein. Aus 5350 Stellungnahmen – davon 98 Prozent von Privatleuten – resultierten 1080 Beschlussvorschläge. Die meisten Einwendungen bezogen sich auf den Natur- und Artenschutz, mit deutlichem Abstand gefolgt von Argumenten, die sich auf den Freizeit- und Erholungswert der Landschaft bezogen. Weitere Themen waren die Gesundheitsgefahren, das Landschaftsbild sowie der Schutz des Waldes.

Gegen die Fläche bei Hofheim/Eppstein gab es mit gut 37 Prozent der Stellungnahmen die häufigsten Einwendungen, gefolgt von einer Fläche bei Wölfersheim (knapp 21 Prozent) und Friedberg (gut 11 Prozent).

Die Einwendungen wurden gebündelt, kategorisiert, fachlich bewertet und zu Beschlussvorlagen verarbeitet. Dieser Prozess führte dazu, dass einige Flächen wieder aus dem Plan gestrichen werden mussten, vor allem aus Gründen des Arten- und Naturschutzes sowie wegen des Landschaftsbildes und des Denkmalschutzes.

Der Plan weist nun 21 Vorranggebiete für Windenergieanlagen aus, das entspricht etwa 0,6 Prozent des Verbandsgebietes – oder 1000 Fußballfeldern, wie der Verbandsdirektor in seiner Rede ausführte. Auf den restlichen 99,4 Prozent der Fläche dürfen keine Windräder mehr gebaut werden, wenn der Plan rechtskräftig geworden ist. Dies wird der Fall sein, wenn die Regionalversammlung Südhessen den Plan für den Regierungsbezirk, zu dem das Regionalverbandsgebiet gehört, verabschiedet und das Land Hessen ihn genehmigt hat.

„Mit diesem Plan ist uns so etwas wie die Quadratur des Kreises gelungen: In unserer dicht besiedelten Region die verschiedenen Interessen zusammenzubringen, den Spagat zwischen Windkraftgegnern und -befürwortern zu schaffen, das ist eine große Leistung, zu der sich alle Beteiligten beglückwünschen können. Der immer wieder beschworenen „Verspargelung der Landschaft“ wird hiermit ein wirksamer Riegel vorgeschoben“, sagte Horn abschließend.

Das Gebiet des Regionalverbandes mit seinen 75 Mitgliedskommunen erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von Münzenberg bis Groß-Gerau, von Westen nach Osten reicht es von Eppstein bis Langenselbold.

 

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