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3.000 bis 5.000 Wohnungen könnten auf Lebensmittelmärkten entstehen

Regionalverband FrankfurtRheinMain legt Auswertung vor

(tek) Nach groben Schätzungen des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain könnten im Verbandsgebiet zwischen 3.000 und 5.000 Wohnungen auf den Dächern von Supermärkten gebaut werden. „Bei dem herrschenden Druck müssen wir jeden Weg gehen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Außerdem ist dies ein guter Weg für eine nachhaltige Stadtentwicklung“, sagt Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU). Vor dem Hintergrund des Anfang September auf Einladung des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) stattfindenden Supermarktgipfels legt er jetzt eine vor kurzem gemachte Erhebung für das Verbandsgebiet vor und ist dabei auf eine „erkleckliche Anzahl an Wohnungen gekommen“.

Nach einer Auswertung des Verbandes (Stand 2018) gibt es im Regionalverbandsgebiet etwas über 680 Lebensmittelmärkte. Gut 30 Prozent davon sind schon überbaut, knapp 23 Prozent sind für eine Aufstockung ungeeignet, das heißt, 320 Märkte (knapp 47 Prozent) wären geeignet. Die Bundeshauptstadt Berlin möchte auf 330 Lebensmittelmärkten etwa 14.000 bis 36.000 Wohnungen errichten. „Diese Zahlen sind für uns natürlich zu hoch gegriffen, wir können beispielsweise Florstadt nicht mit Neukölln vergleichen“, erklärt Horn. Die Firma Lidl baut derzeit im Frankfurter Stadtteil Gallus eine neue Filiale, über der 40 Wohnungen entstehen werden. Auch dieser Fall ließe sich nicht auf das gesamte Verbandsgebiet übertragen. „In den Oberzentren sind mehr Geschosse möglich als in kleineren Kommunen: Eine fünfgeschossige Bebauung ist in Frankfurt kein Problem, in Hammersbach wäre sie hingegen viel zu hoch.“ Schließlich müsse man bedenken, dass mittlerweile auch schon Mischnutzungen über Supermärkten realisiert werden. So würden mittlerweile auch schon Arztpraxen oder Kindertagesstätten über den Dächern von Märkten gebaut.

„Unter Würdigung aller möglichen Einschränkungen und mit eine konservativen Schätzung kommen wir auf 3.000 bis 5.000 zusätzliche Wohnungen. Gerade im Hinblick auf den Schutz unverbrauchter Flächen sollten wir auch diesen Weg gehen“, sagt Horn abschließend.

Das Gebiet des Regionalverbandes erstreckt sich in West-Ost-Ausrichtung von Eppstein bis Langenselbold und in Nord-Süd-Ausdehnung von Münzenberg bis Groß-Gerau. Das Gebiet umfasst insgesamt 75 Kommunen, darin leben zirka 2,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

 

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