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Infrastrukturausbau und intelligente Verkehrssysteme

Impulsforum Mobilität des Regionalverbandes ist Startschuss für Masterplan

„Das war ein hervorragender Auftakt. Für uns ist das Impulsforum Mobilität der Startschuss für eine Untersuchung, in welcher Tiefe wir den Masterplan Mobilität für unsere Region jetzt aufstellen werden. Der fachliche Austausch hat gezeigt, dass wir beim Thema Mobilität einen erheblichen Innovationsstau haben. Den gilt es jetzt abzubauen.“ Das war die Hauptschlussfolgerung des Direktors des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Thomas Horn, und des Ersten Beigeordneten Rouven Kötter nach dem Kongress, an dem rund 70 Frauen und Männer aus Kommunen, Fachverbänden, regionalen Gesellschaften, Forschungseinrichtungen und anderen mehr teilnahmen.

Die Referentenliste des eintägigen Forums war hochkarätig besetzt: Robert Follmer vom Forschungsinstitut INFAS informierte über die Ergebnisse der Studie „Mobilität in Deutschland“. Der Bereichsleiter Netzentwicklung und Schienenentwicklung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, Peter Forst, referierte über Problemstellungen und Schlüsselprojekte hinsichtlich eines leistungsfähigen, nachhaltigen und zukunftsfähigen ÖPNV für die Region. Der Präsident von Hessen Mobil, Burkhardt Vieth, schilderte vordringliche Maßnahmen für ein nachhaltiges und effizientes Verkehrsnetz in FrankfurtRheinMain. Wie ein Mobilitätsplan aussehen könnte, darüber sprach Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobiliätsmanagement). Christoph Karius von der KielRegion GmbH zeigte, wie solch ein Plan in der Region Kiel aufgestellt wurde. Die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger, stellte verschiedene Varianten einer möglichen Süd-Tangente vor.

Im Anschluss gab es eine muntere Podiumsdiskussion mit dem Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, Dr. André Kavai, Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Großprojekte Mitte der DB Netz AG sowie der Kreisbeigeordneten Jäger. Einig war man sich darin, dass neben dem weiteren Ausbau der Schieneninfrastruktur die Verkehrssysteme allgemein intelligenter werden müssten. Beispielsweise müsse es eine App und nicht drei Fahrkarten geben, um das Ticket für die Fahrt von A nach B zu buchen und zu bezahlen. Auch der Preis für den Autoplatz an der Park & Ride-Anlage müsse schon darin enthalten sein. An den S-Bahnstationen im Umland sollte man große Park & Ride-Plätze schaffen, damit die Pendler die letzten Meilen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Zudem sollten die Kommunen innerorts konsequenter für Parkplätze Gebühren verlangen. Weiterhin kam der Vorschlag, die Baustraßen entlang von Schienenstrecken für Radschnellwege zu nutzen.

Verbandsdirektor Horn machte noch einmal deutlich, dass die Region einen ganzen Schienenring rund um Frankfurt brauche, so wie es ihn in Berlin schon einen gebe. „Wir haben dazu auch einen Verbandskammerbeschluss.“ Für ihn sei wichtig, „dass wir endlich in die Umsetzungen kommen. Einen Mangel an Beteiligungen der Bürgerinnen und Bürger bei den Verfahren haben wir jedenfalls nicht.“ Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit mit schnelleren Verfahrensabläufen habe gezeigt, wie es gehen könne.

Für den Ersten Beigeordneten Kötter ist es eine gute Entwicklung, dass es einen Trend weg von der Autofokussierung gebe. „Die 70er Jahre sind vorbei, wir müssen Mobilität modern, innovativ und mutig denken.“ Er sieht als kurzfristig realisierbare Verbesserungsmöglichkeiten den Ausbau eines flächendeckenden Netzes an Leih- und Elektrofahrzeugen, Leihrädern, einem geordneten Lieferverkehr und anderen mehr. „Die Nutzung solcher Angebote muss bequem und günstig sein. Nur so können wir erreichen, dass viele Nutzer sich hierfür öffnen und umsteigen.“ Zur Notwendigkeit eines Masterplanes Mobilität hat Kötter eine klare Meinung: „Die Region Kiel zeigt uns: ja es ist möglich und sinnvoll einen Masterplan Mobilität aufzustellen. Jetzt müssen wir entscheiden, ob wir einen Masterplan-light wollen, oder einen großen, zukunftsweisenden Wurf. Letzteres ist nicht zum Nulltarif zu bekommen. Wir werden den politischen Gremien der Region einen entsprechenden Vorschlag machen.“ Nach heutiger Schätzung könnte der Plan im Jahr 2020 fertiggestellt sein.

 

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