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Kostenlose Ausbildung für kommunale Streuobstwiesenretter

Rund 80 Akteure diskutieren beim zweiten regionalen Vernetzungstreffen – Ausstellung zu Streuobst kann kostenfrei ausgeliehen werden

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat kürzlich zum zweiten Vernetzungstreffen der Streuobstakteure ins Haus der Region nach Frankfurt eingeladen. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden, Obst- und Gartenbauvereinen, Pomologen, Streuobst-Initiativen sowie aus dem Regionalmarketing und Tourismus folgten der Einladung und diskutierten über die ersten Fortschritte seit der Veröffentlichung der gemeinsamen „Lohrberger Erklärung“ zur Streuobstförderung im letzten Jahr. „Wir nehmen unseren Arbeitsauftrag als regionaler Streuobstkümmerer sehr ernst und wollen unseren Teil zur Pflege, zum Erhalt und zum Ausbau der identitätsstiftenden Kulturlandschaft der Streuobstwiesen beitragen“, versprach der Erste Beigeordnete des Regionalverbandes Rouven Kötter (SPD) bei seiner Begrüßung.

Ein deutlich sichtbarer Schritt war die im Januar erfolgte Einstellung des ersten regionalen Streuobstbeauftragten Bastian Sauer, der das Vernetzungstreffen moderierte. Dabei kamen natürlich auch handfeste Probleme zur Sprache: Fehlende Finanzierung für die Langzeitpflege von Streuobstwiesen, Fachpersonalmangel, Nutzungsaufgabe, Obstdiebstahl, eine massive Zunahme von Misteln auf geschwächten Obstbäumen. „Diese Vernetzungstreffen sind zum einen wichtig, um den Austausch zwischen den Akteuren zu intensivieren. Sie dienen aber auch dazu, die wirklichen Probleme und Herausforderungen herauszuarbeiten, um diese dann Schritt für Schritt anzupacken“, so Kötter.

Martin Schaarschmidt und Florian Schumacher von der „Initiative Streuobstwiesenretter“ aus dem Odenwald berichteten über ihr ehrenamtliches Engagement. Als gute Beispiele nannten sie die Einrichtung einer Homepage, Obstbaumpflanzaktionen, Pflege von Streuobstwiesen, Obstverwertung, Ausbildung von Streuobstpädagogen, Angebot von Schnitt- oder Sortenbestimmungskursen, Kooperationen mit der Metropolregion Rhein-Neckar oder dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Rouven Kötter hatte für die anwesenden Kommunalvertreter anschließend ein besonderes Angebot parat: Der Regionalverband hat gemeinsam mit den Kooperationspartnern Gerhard Weinrich vom MainÄppelHaus Lohrberg in Frankfurt und dem Landschaftsobstbauer Josef Weimer eine Spezialfortbildung „Zertifizierter Landschaftsobstbauer für kommunale Mitarbeiter“ organisiert. Die Teilnehmer des Kurses werden ab Dezember 2019 ein Jahr lang, dem Vegetationsverlauf folgend, verschiedene Fertigkeiten in Theorie und Praxis erlernen, vom Schnitt und der Veredlung der Obstbäume bis zur Verarbeitung des Obstes. Es stehen maximal 20 Plätze zur Verfügung, die Kosten der Fortbildung übernimmt der Regionalverband. „Wir wollen mit dieser Fortbildung vor allem das Fachwissen in den kommunalen Verwaltungen fördern. Wir brauchen in den Rathäusern kompetente und engagierte Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Streuobstakteure. Wir werden nur dann sichtbare Ergebnisse erzielen, wenn wir überall ein Bewusstsein für die Bedeutung der Streuobstwiesen schaffen.“ Gerhard Weinrich und Josef Weimer stellten die Fortbildung vor und warben für eine Teilnahme.

Am Rande der Veranstaltung war auch die neu konzipierte Ausstellung „Erhalt der Streuobstwiesen in der Region FrankfurtRheinMain“ zu sehen, die auf fünf Tafeln über die Situation der heimischen Streuobstbestände informiert. Diese kann über die Homepage www.streuobst-frm.de kostenlos ausgeliehen werden, sie ist unter dem Link auch downloadbar. Ein nächstes Fachtreffen der Streuobstakteure ist für den 17. September 2019 geplant.

 

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