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Region FrankfurtRheinMain soll flächendeckend mit Glasfaserkabel ausgestattet werden

Landkreise und Städte unterzeichnen Absichtserklärung

Die Region FrankfurtRheinMain soll flächendeckend mit Glasfaserkabel bis zu den Haushalten respektive Unternehmen ausgestattet werden. So sollen alle Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie alle Gewerbebetriebe bis zum Jahr 2025 einen gigabitfähigen Internetzugang bekommen. Das Gleiche gilt für 50 Prozent aller Privathaushalte, bis zum Jahr 2030 sollen schon 90 Prozent quasi mit Lichtgeschwindigkeit surfen können. Dazu haben sich jetzt unter der Federführung des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain die Landkreise Bergstraße (teilweise), Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Offenbach, Rheingau-Taunus und Wetterau sowie die Städte Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden zusammengeschlossen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde heute unterzeichnet.

„Die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen wird zunehmend durch die digitale Entwicklung bestimmt“, heißt es in der Erklärung. „Darüber hinaus entstehen durch die industrielle Nutzung des Internets eine Vielzahl neuer Anforderungen. Zukünftig werden Milliarden Gegenstände, Sensoren oder Maschinen miteinander kommunizieren. Das Konsumenten-Internet erweitert sich zum Industrie-Internet.“

Die Region FrankfurtRheinMain ist aktuell mit einer 93prozentigen Breitbandversorgung über 50 Megabit pro Sekunde im nationalen Vergleich sehr gut aufgestellt. Doch die Beschaffenheit der Internetanschlüsse führt dazu, dass die Bandbreite meist auf etwa 250 Megabit pro Sekunde limitiert ist. Gleichzeitig steigt der Bedarf an schnellen Internetzugängen weiterhin progressiv: Nach einer Studie werden 75 Prozent der Haushalte im Jahr 2025 Bandbreiten größer als 500 Megabit pro Sekunde nachfragen. Die Glasfaser ist dabei die einzige Breitband-Infrastruktur, die diesen zukünftigen Anforderungen an Qualität und Quantität gerecht werden kann. Auch die Zuleitungen zu den Funkmasten für den Mobilfunk der neuen Generation 5G müssen aus Glasfaser beschaffen sein.

Der glasfaserbasierte Breitbandausbau soll auf drei Feldern stattfinden: privatwirtschaftlicher Ausbau dort, wo es rentabel ist, geförderter Ausbau in unterversorgten Gebieten und ein kooperativer Ausbau in versorgten, aber eigenwirtschaftlich gesehen eher unattraktiven Gebieten. Den Telekommunikationsdienstleistern wird bei Bedarf die vorhandene passive Infrastruktur (Leerrohre) für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau von den Kommunen oder Stadtwerken verpachtet. Vereinbart ist zudem die Vorgabe, dass alle Ausbauvorhaben einen freien Zugang gewährleisten müssen, das heißt unter anderem, jeder Endverbraucher kann sich seinen Internetdienstleister selbst wählen.

Der Regionalverband wird das Projekt anschieben: Er startet eine freiwillige Markt- und Kooperationsinteressenabfrage bei einschlägigen Dienstleistern. Er bereitet eine Absichtserklärung sowie eine sich anschließende Kooperationsvereinbarung mit der Privatwirtschaft vor. Ferner kümmert sich der Verband um Fördermittel und ist die zentrale Anlaufstelle für alle intern und extern erforderlichen Abstimmungsprozesse. Um die weiteren Vorhaben strategisch zu koordinieren und zu begleiten, wird der Steuerungskreis „Gigabitregion FrankfurtRheinMain“ eingerichtet, in dem alle Unterzeichnenden der Absichtserklärung politisch vertreten sind. Der Steuerungskreis wird vom Regionalverband organisiert und moderiert.

Der Verband wird seine hausinternen personellen Ressourcen und seine Infrastruktur für das Vorhaben zur Verfügung stellen. Alle weiteren Kosten, die beispielsweise durch die Marktabfrage und rechtlichen Prüfungen oder durch erforderliche Neueinstellungen entstehen, werden unter den Mitgliedern des Steuerungskreises zu gleichen Teilen aufgeteilt. Davon sind die Städte Frankfurt und Offenbach als Mitgliedskommunen des Regionalverbandes sowie der Regionalverband selbst ausgenommen. Mittelfristig soll eine privatwirtschaftlich ausgerichtete regionale Unterstützungsorganisation gegründet werden, die den Glasfaserausbau langfristig koordiniert.


Zitate

Patrick Burghardt, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung: „Das Land Hessen ist davon überzeugt, dass der Regionalverband als Institution mit seinem erweiterten Regionalvorstand geeignet ist, das Vorhaben einer Gigabitregion FrankfurtRheinMain zu moderieren und zu koordinieren. Denn das Projekt und die Organisation des Regionalverbands beinhalten die Chance, möglichst große Gebiete marktgetrieben zu erschließen.“

Thomas Horn, Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain: „Damit die Region FrankfurtRheinMain im Vergleich mit den führenden Industrie-Regionen in Europa und weltweit wettbewerbsfähig bleibt, sind nachhaltige Infrastrukturinvestitionen in den Breitbandausbau zwingend erforderlich. Nur ein flächendeckender Glasfaserausbau bietet die notwendige Kapazität und Qualität für eine digitalisierte Infrastruktur, um in der Region eine neue Standortattraktivität und Nachfrage zu erzeugen.“

Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain: „Wenn wir in Zukunft durch intelligente, vernetzte und digitalisierte Konzepte die Mobilitäts-Herausforderungen meistern wollen, muss unsere Region ‚smart‘ werden. Das geht allerdings nur, wenn das digitale Fundament dafür vorhanden ist. Glasfaser- und Mobilfunk-Infrastrukturen sind die Grundlage für die Umsetzung einer ,Smart Region FrankfurtRheinMain‘ als langfristiges Ziel und Projekt.“

Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße: „Digitalisierung haben wir zu einem Markenzeichen des Kreises Bergstraße gemacht. Wir sind in der besonderen Rolle, Teil zweier Metropolregionen zu sein, die von High-Tech-Unternehmen und starken Wissenschaftseinrichtungen geprägt sind. Als Schnittstelle zwischen beiden Metropolregionen bieten wir unseren Unternehmen beste Entwicklungsmöglichkeiten. Wir begrüßen sehr und unterstützen deshalb die Initiative, den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes auch in der Region voranzutreiben.“

Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg: „Es ist wichtig und richtig, alle möglichen Chancen zu nutzen, um die Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg zeitnah mit Glasfaserkabel zu versorgen. Deswegen begrüße ich die Initiative des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, den glasfaserbasierten Ausbau in der Region voranzutreiben und damit auch den Wirtschaftsstandort Frankfurt/Rhein-Main, zu dem der Landkreis Darmstadt-Dieburg gehört, weiter zu stärken.“

Thomas Will, Landrat des Kreises Groß-Gerau: „Wer von Frankfurt nach München reist, nimmt den ICE, nicht den Schienenbus. Geschwindigkeit ist auch in der Kommunikation das Gebot der Stunde – dazu brauchen wir ein flächendeckendes gigabitfähiges Netz. Um dieses Ziel bis 2025 zu erreichen, müssen wir alle Aktivitäten in der Region bündeln und das Kirchturmdenken überwinden. Nur zusammen werden wir hier etwas erreichen. Ohne gut funktionierende Höchstgeschwindigkeitsnetze nützt das modernste Smartphone nichts.“

Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises: „Der Anschluss an schnelles Internet ist wichtig für alles, was die Zukunft der Region gestalten wird. Deshalb müssen wir den Glasfaserausbau schnell, effizient und gemeinsam voranbringen. Weiße Flecken darf es nicht mehr geben, die ländlichen Teile der Region brauchen den qualitativ gleichen Zugang wie die urbanen.“

Thorsten Stolz, Landrat des Main-Kinzig-Kreises: „Mit seinem eigenen ,Bürgernetz‘ verfügt der Main-Kinzig-Kreis über eine Infrastruktur, die für das 21. Jahrhundert noch eine enorme Wertsteigerung erwarten lässt. Denn die Möglichkeiten der verlegten Glasfaserbündel sind bisher nicht annähernd ausgenutzt. Doch schon heute erreichen immer mehr Unternehmen ihre Kunden nur noch über das Internet. Und die Innovationszyklen werden kürzer: Es ist absehbar, dass Unternehmen bald Standorte ohne gute Breitbandversorgung verlassen, weil der Markt es von ihnen verlangt. Auch für viele private Haushalte, etwa junge Familien mit Kindern, wird die Qualität des Internet-Anschlusses zum Zuzugs- oder Wegzugfaktor. Die digitale Infrastruktur ist unverzichtbar, um vor allem die ländlichen Städte und Dörfer fit für die Zukunft und die demografische Herausforderung zu machen. Dieses Ziel wurde im Main-Kinzig-Kreis nachweislich erreicht, wie zahlreiche positive Rückmeldungen beweisen.“

Michael Cyriax, Landrat des Main-Taunus-Kreises: „Im Main-Taunus-Kreis sitzen viele Unternehmen und Selbstständige, die leistungsfähige und starke Netze brauchen, und für unsere Bürger ist es schlichtweg eine Frage der Lebensqualität. Wir haben in der Vergangenheit schon viel gemacht, etwa beim flächendeckenden Breitbandausbau, und sind derzeit zusammen mit dem Hochtaunuskreis der bundesweit am besten ausgebaute Kreis. Aber die Entwicklung geht weiter, und wir wollen noch besser werden. Daher sind wir bei der Gigabit-Initiative dabei.“

Oliver Quilling, Landrat des Kreises Offenbach: „Die Breitbandversorgung von Haushalten und Unternehmen ist ein entscheidender Standortfaktor und unser Engagement trägt Früchte. Im Hessenvergleich belegen wir aktuell Platz vier bei der Versorgungsquote. Diese gilt es weiter zu verbessern, denn vom Ausbau profitieren die Kommunen direkt: Unternehmen bleiben am Ort, neue Unternehmen siedeln sich an, Familien lassen sich nieder und Steuereinnahmen steigen.“

Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises: „Für den Rheingau-Taunus-Kreis wie für die gesamte Region gilt: Die künftige wirtschaftliche Prosperität und gesellschaftliche Weiterentwicklung hängen ganz entscheidend vom Ausbau des Breitbandnetzes zur Gigabit-Region ab.“

Jan Weckler, Landrat des Wetteraukreises: „Das Rhein-Main-Gebiet ist wirtschaftlicher Taktgeber für Deutschland und Europa. Es liegt auf der Hand, dass modernste digitale Infrastruktur notwendig ist, um den besonderen Status der Region zu erhalten und auszubauen. Davon profitiert die Stadt Frankfurt gleichermaßen wie die zur Rhein-Main-Region gehörenden Landkreise, insbesondere auch der Wetteraukreis!“

Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt: „Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung zur Gigabitregion schaffen wir eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Entwicklung der digitalen Zukunft in der Rhein-Main-Region. Die flächendeckende Ausstattung der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaserkabeln wird den Wirtschafts- und Technologiestandort Rhein-Main weiter stärken und Stück für Stück die technischen Vorrausetzungen für ein echtes Internet der Dinge schaffen. In Darmstadt sind wir hier bereits gut aufgestellt: Rund 98 Prozent aller Haushalte verfügen bereits über einen Anschluss mit 50 Megabit pro Sekunde oder mehr."

Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT der Stadt Frankfurt: „Auf schnelle Internetzugänge können Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen heute nicht mehr verzichten. Gerade in der Finanzmetropole Frankfurt profitieren sie enorm von Breitbandanbindungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen und die zeitgemäßes Arbeiten unterstützen. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, dass der Netzausbau in Frankfurt am Main durch die verschiedenen Anbieter weiter voranschreitet.“

Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach: „Für die Stadt Offenbach und ihre Unternehmen ist die Bereitstellung eines hochleistungsfähigen Internetanschlusses ein großer Standortvorteil im Wettbewerb der Regionen. Schon heute erreichen wir in Offenbach zum Teil sehr hohe Bandbreiten und Geschwindigkeiten. Für das Internet von morgen fehlt aber oft noch die Glasfaser-Anbindung auf dem letzten Meter bis zum Hausanschluss. Ich begrüße deshalb die regionale Kooperation innerhalb des Regionalverbands FrankfurtRheinMain. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, unsere Städte und damit unsere ganze Region fit zu machen für die digitalen Chancen und Herausforderungen der Zukunft. Deshalb sind wir der Gigabit-Initiative beigetreten.“

Dr. Oliver Franz, Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden: „Schnelles Internet betrifft alle: Junge und Alte, Privatleute und Wirtschaft, Einheimische und Touristen. Mit unserem gemeinsamen Vorgehen wollen wir das Ziel ,zukunftssichere Versorgung für die Region‘ noch schneller erreichen.“




 

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