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Regionalverband soll mit Land und Netzbetreibern Erschließungskonzept für Gigabit-Netz aufstellen


Verbandsdirektor Horn: „Nationaler wie internationaler Wettbewerbsnachteil“

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain soll gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Netzbetreibern ein Erschließungskonzept zum Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes, ein sogenanntes Gigabit-Netz, entwickeln. Das hat die Verbandskammer in ihrer heutigen Sitzung einstimmig beschlossen. „Im Vergleich mit internationalen Metropolregionen zeigt sich bei den Glasfaser-Gigabitanschlüssen direkt bis hin zu den Endverbrauchern für unsere Region ein elementarer Wettbewerbsnachteil. Auch mit Blick auf den BREXIT ist internationalen Firmen nicht vermittelbar, dass ein flächendeckender Gigabit-Standard bei uns nicht besteht“, sagt Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU), der den Antrag in die Kammer eingebracht hatte.

Er sieht FrankfurtRheinMain aber auch schon im nationalen Vergleich im Hintertreffen. So habe die Region Stuttgart, sie erstreckt sich über insgesamt 179 Kommunen, im Juli dieses Jahres eine Absichtserklärung verabschiedet, nach der bis zum Jahr 2022 rund 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit einem Glasfaseranschluss bis ins Haus versorgt werden soll. Bis 2025 sollen jeder zweite Haushalt, alle Gewerbegebiete und alle förderfähigen Schulen mit Glasfaser bis ins Gebäude angeschlossen sein. „Da müssen wir mithalten.“ Für Horn ist höchste Eile geboten, da derzeit auf der Bundesebene die Rahmenbedingungen für die künftige Gigabitförderung definiert werden.

Für den Verbandsdirektor gibt es einen weiteren wichtigen Grund, möglichst schnell für Hochgeschwindigkeitsnetze zu sorgen. Frankfurt und die Region hätten derzeit schon eine führende Rolle hinsichtlich besonders leistungsfähiger Rechenzentren. Die Bereitstellung von Rechenkapazitäten im mittlerweile gigantischen 50 Terabit-Bereich (zum Vergleich: ein Terabit pro Sekunde entsprechen der Verarbeitung von rund 8,5 Kilometer Leitzordner)in Verbindung mit den deutschen Sicherheitsstandards spiegele dies wider. „An dieser Stelle haben wir international gesehen ein Alleinstellungsmerkmal.“

Ergänzend wird in dem Antrag gefordert, das aktuelle 4G-(LTE-)Mobilfunknetz sowie den künftigen 5G-Standard zu verdichten und weiterzuentwickeln. „Wer schon einmal mit dem Zug von Frankfurt-Mitte nach Höchst gefahren ist und telefoniert hat, kennt den Netzausfall in Höhe von Griesheim. Weitere Funklöcher gibt es beispielsweise in Eschborn, Frankfurt-Niederrad oder bei einer Autofahrt durch den Taunus“, schildert Horn. Im Verbandsgebiet gebe es eine gute LTE-Abdeckung von mehr als 90 Prozent der Haushalte. Aufgrund der steigenden Bedeutung des mobilen Datenverkehrs sei jedoch eine flächendeckende und durchgängig sichere Versorgung erforderlich. Mit Verweis auf die Ergebnisse des Mobilfunkgipfels der Bundesregierung vom Juli 2018 und die Mobilfunk-Vereinbarung der Hessischen Landesregierung mit den Netzbetreibern vom 28. September 2018 sei es das vordringliche Ziel, die noch verbleibenden „weißen“ LTE-Flecken zu schließen.

„Der 5G-Standard bedeutet die nahtlose Verbindung von Festnetz und Mobilfunk. Deshalb sind eine starke Gigabitversorgung mit Glasfaser und ein zukunftsorientiertes 5G-Hochleistungs-Mobilfunknetz ein ganz wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Städte und Gemeinden in der Region FrankfurtRheinMain“, sagt Verbandsdirektor Horn abschließend.

 

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