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Initiative „Güter auf die Schiene“ des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain hilft beim Umstieg vom Lastwagen auf Bahn-Waggons

Schon seit Jahren setzt sich der Regionalverband FrankfurtRheinMain dafür ein, dass mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden. So holt er gemeinsam mit der DB Netz AG und der IHK Frankfurt beispielsweise alle zwei Jahre wichtige Akteure aus Eisenbahnunternehmen und Privatwirtschaft, Spediteure und andere mehr in der Konferenz „Güter auf die Schiene“ an einen Tisch, um sich auszutauschen, spezifische Hindernisse zu erkennen und wenn möglich zu beseitigen.

Jetzt gibt es einen konkreten Erfolg zu vermelden: Die Aßlarer Firma Reitz Natursteintechnik baut einen Gleisanschluss für die Anlieferung ihres Rohmaterials und für den Abtransport der hergestellten Produkte. Das können bearbeitete Steinblöcke mit einem Gewicht von bis zu 80 Tonnen sein. So sollen rund 30.000 Tonnen Transportgewicht pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagert werden, das würde rund 80 Prozent weniger Kohlendioxyd-Ausstoß bedeuten. „Die Firma Reitz hat an unserer letzten Konferenz im Frühjahr teilgenommen, wir haben sie gemeinsam mit der DB Netz AG bei dem Umstieg begleitet und beraten. Ich freue mich sehr über dieses Projekt, denn es zeigt, dass neue Gleisprojekte tatsächlich realisierbar sind“, sagt Rouven Kötter (SPD), Mobilitätsdezernent des Regionalverbandes. „Im kommenden Jahr wollen wir für die Unternehmen und Kommunen in unserem Verbandsgebiet einen Regionalen Schienencoach als Ansprechpartner installieren. Wenn wir es schaffen, mehr Güter von den Straßen auf die Schiene zu lenken, hilft das der Mobilitätswende, dem Klima und auch den nutzenden Firmen, wie das Beispiel der Firma Reitz beweist.“

Für die Firma lohnt sich der Umstieg in zweierlei Hinsicht: sowohl betriebswirtschaftlich als auch ökologisch. Die Steine, mitunter zwei Millionen Jahre alter Granit, werden aus Spanien und Österreich mit dem Lastwagen angeliefert. Andere Steine aus Afrika oder Schweden gelangen zunächst mit dem Schiff nach Antwerpen. Von hier aus sollen sie künftig nicht mehr mit dem Lastwagen, sondern mit der Bahn nach Aßlar gebracht werden. Günstig für das Unternehmen ist, dass die Rhein-Sieg-Bahnstrecke nahezu direkt am Firmenareal vorbei läuft. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten für das Anschlussgleis beginnen, Ende 2020 sollen die ersten Waggons rollen. Reitz Natursteintechnik muss dafür rund 800.000 Euro investieren, das Eisenbahn-Bundesamt schießt zusätzlich gut 700.000 Euro über das Förderprogramm für Gleisanschlüsse dazu.

 

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