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Gestaltung von Hauptverkehrsstraßen

Hauptverkehrsstraßen und Ortsdurchfahrten sind ortsbildprägend. Oftmals bilden sie sogar den Mittelpunkt einer Kommune. Sie müssen verschiedenen Anforderungen genügen, denn hier befinden sich Wohnungen, Geschäfte, Schulen und viele Einrichtungen mehr. Hauptverkehrsstraßen bilden das Rückgrat für die Entwicklung eines Ortes. Wenn entlang dieser Achsen Probleme auftreten, betreffen diese meist die Lebens- und Aufenthaltsqualität, städtebauliche Qualitäten (Platzgestaltung), das soziale Gefüge (Treffpunkte) oder funktionale Zusammenhänge wie die Nahversorgung.
Ein integrierter planerischer Ansatz soll aufgrund der Beziehung von Straße und Umfeld auch den Straßenraum mit seiner verkehrlichen Situation einbeziehen. Insbesondere an klassifizierten Straßen wie Bundes- und Landesstraßen ist es immer wieder notwendig, vielfältige Interessenkonflikte zu lösen und unterschiedliche Akteure einzubinden. Auch viele rechtliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Somit steigt der Grad der Komplexität des Planungs- und Kommunikationsprozesses. Da viele Kommunen mit solchen Herausforderungen konfrontiert sind, trägt der Regionalverband in Veranstaltungen und Projekten dazu bei, Lösungen und Prozessabläufe zu entwickeln.
Der Regionalverband ist assoziierter Partner im Modellvorhaben »Regionalstrategie Ortsinnenentwicklung in der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen« der Stadt Butzbach und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er beteiligt sich an Fragen der integrierten Straßenraumgestaltung als Beitrag zur Ortsinnenentwicklung. Bei diesem Ansatz geht es darum, den Straßenraum ganzheitlich, also in Zusammenhang mit seiner Umgebung zu betrachten. Fallbeispiel ist die Ortsdurchfahrt in Butzbach-Fauerbach. Das Förderprojekt endet im Jahr 2018 und hat zum Ziel, die Ortsinnenentwicklung in der Region zur strategischen Daueraufgabe zu machen.