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Fünf Fragen - Fünf Antworten

1. Warum einen Masterplan Mobilität für FrankfurtRheinMain?

Die Region FrankfurtRheinMain hat Teilräume mit sehr unterschiedlichen Stärken und Herausforderungen. Das gilt gleichermaßen für die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen an Mobilität. Während manche Städte im Verkehr zu ersticken drohen, ringen andere Orte um eine adäquate Anbindung an die nächste Stadt. Gerade die Menschen in FrankfurtRheinMain sind es, die enge Beziehungen zwischen diesen Teilräumen wie Arbeit, Ausbildung, Einkauf, Freizeit und Tourismus knüpfen. Der Masterplan soll der Fahrplan sein, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Was für die oft benannte Aufenthaltsqualität in den Städten und Orten gilt, muss gleichzeitig auch für die Bewegungsqualität auf den Strecken und Wegen gelten.

Der Masterplan Mobilität wirft einen Gesamtblick auf die Region, greift vorhandene Studien und Konzepte auf und liefert am Ende konkrete Vorschläge: Damit soll gelingen, Mobilität für alle zu erreichen, unnötige Fahrten zu reduzieren und die notwendigen Fahrten nachhaltig und komfortabel zu gestalten.

2. Was ist der MaMoFRM?

Der Masterplan Mobilität FrankfurtRheinMain dient als Fahrplan mit überörtlicher Bedeutung, der die Mobilitäts- und Verkehrswende in der Region einleiten soll. Der Masterplan bündelt die Aktivitäten und Ressourcen der relevanten Akteure in abgestimmten Zielen und Maßnahmenpaketen und überzeugt, gemeinsam an der raschen Umsetzung

dieser Wende mitzuwirken. Der Masterplan Mobilität versteht sich als Prozess und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit diesem Mut zur Lücke wird das Prinzip
„Jetzt machen und anstiften zum ,Jetzt machen‘“ unterstrichen.

3. Wann wird der MaMoFRM fertig sein, welchen räumlichen Bereich umfasst er?

Der Masterplan Mobilität soll innerhalb von zwei Jahren erarbeitet werden. Ende 2020 soll der Fahrplan also stehen, der neben den Leitlinien, den Handlungsfeldern und den inhaltlichen Zielen insbesondere die Benennung von kurzfristigen und mittelfristigen Maßnahmenpaketen enthält.


Mobilität hört nie an den Grenzen auf. Dennoch konzentriert sich der Masterplan Mobilität zunächst auf das Gebiet der 75 Mitgliedskommunen des Regionalverbandes. Schon jetzt aber gibt es die ersten sinnvollen Grenzüberschreitungen über das Verbandsgebiet hinaus. Obwohl aktuell die Kreise Groß-Gerau im Süden, Wetterau im Norden und Main-Kinzig im Osten jeweils mit etwa nur der Hälfte ihrer Kommunen im Verband vertreten sind, bindet der Masterplan in seinen Abstimmungen und Aktivitäten jeweils den gesamten Kreis mit ein. So werden Doppelarbeiten vermieden und Synergien besser genutzt.

4. Was sind die Ziele des Masterplans Mobilität?

Chance auf Umsetzung durch drei magische Zutaten

Gute Papiere zur Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung gibt es bereits genug in und für Rhein-Main. Daher wird der Masterplan darauf verzichten, dieser Bibliothek ein weiteres schweres Werk hinzuzufügen. Vielmehr geht es darum, die vielen guten Ideen und sinnvollen Projekte, die bisher buchstäblich nur auf dem Papier existieren, mit den drei wichtigen Zutaten auszustatten: Für jede Maßnahme

  • einen Kümmerer zu finden,
  • einen Projekt- und Managementplan zu hinterlegen und
  • die Finanzierung zu sichern.



Konstruktive Zusammenarbeit durch fachlichen Austausch und politische Verbindlichkeit

Bereits jetzt entsteht ein breites Kooperationsnetzwerk, aus den zuständigen Stellen des Bundes, des Landes, der Kreise, der Kommunen sowie den relevanten Akteuren von Mobilitätsinstitutionen, Mobilitätsdienstleistern und weiteren Fachexperten. Dieses wird stetig weitergesponnen, um sich über gemeinsame Ziele (oder auch klare Abgrenzungen) zu verständigen, den oftmals zu wenig genutzten Wissens- und Datenaustausch zu fördern, gemeinsame Pilotprojekte anzugehen oder zu bestimmten Vorhaben Absichtserklärungen und Verträge zu unterzeichnen.

Sensibilisierung der Bürgerschaft für die Ziele und Maßnahmen des Plans

Große Pläne und Absichten entfalten dann eine Wirkung, wenn die davon betroffenen Menschen sie mittragen. Frühzeitige Beteiligung stellt daher eine wesentliche Säule des Masterplans Mobilität dar. Um bei den Menschen anzukommen, müssen die einzelnen Maßnahmen zeitlich fassbar und vor Ort spürbar sein. Die Einwohner von FrankfurtRheinMain sollen den Plan und seine Maßnahmen vor Ort, aber auch virtuell im Internet, kennenlernen, mitdiskutieren und hinterfragen. Das Ziel: Den Plan besser und damit bürgerfreundlicher zu machen. Denn ein neuer Radweg, den aber kaum jemand nutzt, dreht die Verkehrswende ein Stück zurück.


Neu denken, Neues wagen!

Wenn wir es also ernst meinen mit der Verkehrswende, dann müssen wir ebenso neu denken – und vor allem neu handeln. Mobilität ist eine Querschnittsaufgabe. Es gilt also, zum Beispiel enger mit den Disziplinen Stadtplanung, Klima- und Umweltschutz sowie Digitalisierung zusammenzuarbeiten. Auch Vorhaben, die vielleicht erst auf den zweiten Blick Verkehr reduzieren wie beispielsweise die Heimarbeit – Schlagwort Home Office – sollten im Plan einbezogen sein. Unnötige Fahrten sind im Sinne von Umwelt und Verkehr zu vermeiden. Die Mobilität von morgen ist enorm flexibel und vernetzt.

5. Welchen Zeithorizont hat der MaMoFRM?

Der MaMoFRM hat das Zieljahr 2026. Bis Ende 2026 sollen in drei Stufen folgende Meilensteine erreicht werden:

  • Anfang 2021: Masterplan Mobilität steht und ist von der Verbandskammer beschlossen.
  • Ende 2023: Das kurzfristige Maßnahmenpaket ist umgesetzt.
  • Ende 2026: Das mittelfristige Maßnahmenpaket ist umgesetzt.


Natürlich darf bei aller Konkretheit die Vision nicht fehlen! Als weiteren Baustein im Masterplan arbeitet der Regionalverband an der Vision „Mobilität und Verkehr FrankfurtRheinMain 2050“. Sie benennt und verortet bereits angestoßene, aber auch neue, über das Jahr 2026 hinaus laufende Mobilitäts- und Verkehrsprojekte und Maßnahmen. Die Vision orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung, des Landes Hessen und damit auch am Regionalen Energiekonzept. Sie wird ein positives Bild einer mobilen Region FrankfurtRheinMain zeichnen, in der die Menschen gerne leben und sich gerne fortbewegen, und zeigen, dass es wert ist, sich dafür heute und morgen weiter einzusetzen.