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Wohnen

Kongress: FrankfurtRheinMain baut!

Der Immobilien-Marktplatz in der Region bringt die Stakeholder rund um das Thema Bauen in der Rhein-Main-Region zusammen. Am 26. Juni 2019 geht der Kongress FrankfurtRheinMain baut! bereits in die vierte Runde. Im Congress Park Hanau geht es um die Herausforderungen von »Verkehrswegen« und »dichtem Wohnen«. Neue Baugebiete brauchen Anschlüsse an S- und U-Bahnen. Dort soll dichter und höher gebaut werden. Einzelhandel und Wohnen wachsen zusammen. Was wollen die Kommunen und was die Wohnungswirtschaft? Und wie verkürzen wir die Planungsprozesse? Auch Ihre Meinung ist gefragt!

Hier geht es zur Anmeldung.

https://www.region-frankfurt.de/frm-baut

Kommunen bauen mehr Wohnungen – Regionalverband legt Zahlen vor

Rund 11.600 Wohnungen entstanden 2017 im Regionalverbandsgebiet. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber den drei Vorjahren um 27 Prozent. In den Jahren 2014 bis 2016 waren es jeweils rund 9.000 Wohnungen. Die Zahlen basieren auf Erhebungen des Hessischen Statistischen Landesamtes. Zunahmen verbuchten 2017 insbesondere die beiden Großstädte Frankfurt und Offenbach, in denen die Zahl der fertiggestellten Wohnungen gegenüber dem Vorjahr nochmals kräftig auf rund 5.100 (plus 20 Prozent) beziehungswiese 900 (plus 47 Prozent) anstieg.

In dem Teil des Kreises Groß-Gerau, der zum Verbandsgebiet gehört, war Kelsterbach mit 419 erstellten Wohnungen der Spitzenreiter im vergangenen Jahr. Es folgen die Städte Groß-Gerau mit 196 und Rüsselsheim mit 94. Im Wetteraukreis, auch hier gehört nicht der gesamte Kreis zum Regionalverbandsgebiet, ist auf Platz eins die Stadt Bad Vilbel mit 273 gebauten Wohnungen, zweiter ist Bad Nauheim mit 210 und eigentlich ebenfalls zweiter ist Friedberg mit 209. An der obersten Position im Main-Kinzig-Kreis liegt die Stadt Hanau mit 270 Wohnungen, dahinter liegen Maintal mit 81 sowie Erlensee mit 68. Auch hier ist zu beachten, das nicht der komplette Main-Kinzig-Kreis zum Verbandsgebiet gehört.

Rang eins im Kreis Offenbach belegt die Stadt Rodgau mit 236 gebauten Wohnungen, Platz zwei nimmt Seligenstadt mit 139 und Platz drei Dreieich mit 122 Wohnungen ein. Die meiste Bautätigkeit im Main-Taunus-Kreis verzeichnete im Jahr 2017 Hofheim mit 190 Wohnungen, ganz dicht dahinter liegt Hattersheim mit 189 Wohnungen, es folgt Sulzbach mit 131. Schließlich drehten sich die meisten Kräne im Hochtaunuskreis in Oberursel (188 gebaute Wohnungen), Königstein (102) und Bad Homburg (101) rangieren dahinter.

Bedarfsprognose des Regionalverbandes: Bis zum Jahr 2030 fehlen noch 184.000 Wohnungen

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat eine Wohnungsbedarfsprognose jeweils für seine 75 Mitgliedskommunen bis zum Jahr 2030 erstellt. Insgesamt wurde dabei ein Bedarf von gut 184.000 Wohnungen ermittelt. Die Berechnungen stützen sich auf die gemeindeweise Bevölkerungsprognose der Hessen Agentur und eine Wohnungsbedarfsprognose des Darmstädter Instituts für Wohnen und Umwelt auf Kreisebene jeweils mit dem Zieljahr 2030. Der Regionalverband ergänzte diese Prognosen um Annahmen zum Flüchtlingszuzug und errechnete eine gemeindeweise Verteilung.

Die Schätzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die Bevölkerungszahl im Gebiet des Regionalverbandes um bis zu 200.000 Einwohner – plus 8,5 Prozent – auf 2,4 Millionen ansteigt. Für die Stadt Frankfurt wurden bis zu 773.000 Einwohner ermittelt. Eingerechnet ist ein Flüchtlingszuzug nach Deutschland bis zum Jahr 2020 von drei Millionen sowie ein weiterer Zuzug bis zum Jahr 2030 von einer Million. Die Zahlen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge entsprechend auf das Regionalverbandsgebiet heruntergerechnet.

Der Anteil von noch zu bauenden Wohnungen für Flüchtlinge liegt bis zum Jahr 2030 bei zirka 27. 000, das sind rund 15 Prozent des Gesamtbedarfs von 184.000 Wohnungen. Damit wird deutlich, dass auch ohne Flüchtlingszuzug ein sehr hoher Wohnungsbedarf in naher Zukunft besteht.

Wohnungsbau_Riedberg2Insgesamt ergibt sich für den kurzfristigen Zeitraum bis 2020 – auf Grund des hohen Nachholbedarfs und der angenommenen Flüchtlingszahlen – ein Wohnungsbedarf von schätzungsweise 14.600 Wohnungen pro Jahr, danach – zwischen 2020 und 2030 – liegt der Bedarf immer noch bei 8.200 Wohnungen pro Jahr. Für den Gesamtzeitraum bis zum Jahr 2030 wurde ein Durchschnittsbedarf von voraussichtlich 10.900 Wohnungen pro Jahr errechnet.

Zum Vergleich: Von 2010 bis 2014 wurden rund 32.300 Wohnungen im Verbandsgebiet gebaut, das waren im Durchschnitt knapp 6.500 pro Jahr. Im Falle der Deckung des Bedarfs von 14.600 Wohnungen pro Jahr bis 2020 würde dies mindestens eine Verdoppelung der derzeitigen Bauintensität erfordern.

Die Bedarfszahlen für die 75 Städte und Gemeinden des Regionalverbandes können Sie sich unten im Downloadbereich herunterladen.

 

 

WebGIS-basiertes Werkzeug des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain zur Erfassung von Innenentwicklungspotenzialen

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain unterstützt seine Mitgliedskommunen dabei, Baulandkataster zu erstellen. Zentrales Werkzeug hierfür ist eine online abrufbare Anwendung, die auf einer Karte potenzielle Baulücken und geringfügig bebaute Grundstücke zeigt.


Die vom Regionalverband entwickelte Online-Anwendung arbeitet menügeführt. So können die Kommunen die automatisiert erstellten Potenziale sehr anwenderfreundlich prüfen und anpassen. Sie ermöglicht es den Kommunen, die Daten stets auf dem aktuellen Stand zu halten – ein deutlicher Vorteil gegenüber der statischen Variante einer analogen Karte.

 

WebGIS_Innenentwicklung

WebGIS-basiertes Tool zur Erfassung der Baulücken und geringfügig bebauten Grundstücke

 

Die Kommunen verfügen neben der interaktiven Karte auch über aktuelle Statistiken auf Ortsteilebene und für die Gesamtgemarkung. Alle Kommunen können diese Daten nutzen, um bei Neuinanspruchnahmen von Flächen in der Begründung von Bauleitplanverfahren dokumentieren zu können, dass sie sich mit den Potenzialen im Innenbereich auseinandergesetzt haben. Hiermit kommen sie den Forderungen des Gesetzes zur Stärkung der Innenentwicklung nach. Ein Teil der Kommunen entwickelt auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse eine Strategie zur Aktivierung der Innenentwicklungspotenziale. Dies unterstützt eine flächensparende Siedlungsentwicklung in den Kommunen. Die Baulücken können aus der Anwendung heraus direkt in die kommunalen Homepages integriert werden. Damit ist gewährleistet, dass auch dort stets ohne zusätzlichen Aufwand die aktuellsten Daten sichtbar sind.

 

Videotutorial zum Onlinetool Innenentwicklung

Videotutorial

(Bitte auf Grafik klicken, um zum Vimeo-Video zu gelangen)


Wanderausstellung „Platz da"

Mit der Wanderausstellung „Platz da“ können Kommunen das Thema Innenentwicklung der Bevölkerung anschaulich vermitteln. Zehn mobile Ausstellungstafeln bereiten das Thema verständlich auf und stellen gute Beispiele vor, die zur Nachahmung anregen. Die Ausstellung kann auf Anfrage beim Verband ausgeliehen werden.  (Hier finden Sie Informationen zur Ausstellung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung)


Potenziale für zusätzlichen Wohnraum im Siedlungsbestand der 50er- bis 70er-Jahre - Ergebnisse eines Modellprojektes für ein klimagerechtes Flächenmanagement

In der Region FrankfurtRheinMain besteht eine ungebrochen hohe Nachfrage an Wohnungen. Der Regionalverband unterstützt schon lange die Kommunen darin, diesen Bedarf durch das Schließen von Baulücken und eine dichtere Bebauung zu decken. Diese Methode ist flächensparend und damit klimagerecht. Das Bundesumweltministerium fördert Konzepte, die sich in dieser klimagerechten Art und Weise mit Flächenmanagement befassen. So betrieb der Regionalverband zusammen mit seinen städtischen Kooperationspartnern Bad Homburg v.d.H. und Frankfurt am Main in den Jahren 2015 und 2016 ein solches Förderprojekt. Dessen Schwerpunkt liegt auf Wohnraumpotenzialen innerhalb des locker bebauten Siedlungsbestands der 50er-, 60er- und 70er-Jahre.


In den beiden Städten wurden Musterquartiere für Zeilenbau- und Großwohnsiedlungen sowie ältere Einfamilienhausgebiete ausgewählt. Diese dienten als Beispiele, um anhand modellhafter Entwürfe aufzuzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, eine zusätzliche Bebauung in den Bestand zu integrieren. Für den Siedlungstyp der Zeilenbausiedlungen entwickelten die Projektteilnehmer Ideen, einhergehend mit der baulichen Verdichtung den Freiraum aufzuwerten. Ziel war es, mit solchen Schritten die Akzeptanz der Nachverdichtung in der Bevölkerung zu steigern.
Energetische Untersuchungen zu den Musterquartieren waren ebenfalls Teil des Modellprojektes. Sie belegen, dass gerade in den Geschosswohnbauten hohe Einsparpotenziale an Treibhausgasen möglich sind. Bei allen drei untersuchten Siedlungstypen zeigte sich, dass nennenswerte Nachverdichtungspotenziale bestehen. Für die Zeilenbausiedlungen der Nachkriegsjahre konnten innerhalb des Förderprojektes die Potenziale im gesamten Gebiet des Regionalverbandes erfasst werden. Die Anzahl der so theoretisch ermittelten Wohneinheiten für die Region ist überraschend hoch. Im engeren Verdichtungsraum und im Siedlungsbeschränkungsgebiet können dies Potenziale sein, die schnell und auch kostengünstig genutzt werden könnten. Dies böte eine Chance, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Am Ende des Projektes flossen die gewonnenen Erkenntnisse in eine schriftliche Orientierungshilfe. Sei eignet sich als Checkliste der wesentlichen Kriterien, die es erlauben, Quartiere im Hinblick auf ihre Eignung für eine Nachverdichtung zu bewerten.

Weitere Informationen finden Sie im Abschlussbericht des Förderprojektes Klimagerechtes Flächenmanagement (PDF 23,5 MB).

 

 

Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2019