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Datum: 07.11.2025

Wirtschaftsförderung bleibt wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung

Regionalverband stellt aktualisiertes Wirtschaftsförderungskonzept für Ginsheim-Gustavsburg vor

Wie kann die Wirtschaftsförderung der Stadt Ginsheim-Gustavsburg den im Wandel befindlichen Industrie-, Gewerbe- und Logistikstandort stärken und weiterentwickeln? Handlungsansätze hierfür liefert das neue Wirtschaftsförderungskonzept, das durch den Regionalverband FrankfurtRheinMain erarbeitet und am 6. November im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Ginsheim-Gustavsburg vorgestellt wurde.

Das Konzept hebt die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Herausforderungen hervor, vor denen viele Unternehmen derzeit stehen. Dazu zählen die gedämpfte Konjunktur, Corona-Spätfolgen, inflationsbedingte Kostensteigerungen, zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck, Unsicherheiten durch den technologischen Wandel in der Automotive-Branche sowie Schwierigkeiten bei der Fachkräftesicherung.

„Transformation, Digitalisierung, Fachkräfte - die Wirtschaft steht vor großen Aufgaben. Gerade jetzt ist deshalb eine starke kommunale Wirtschaftsförderung wichtig: Nähe zu den Unternehmen, ein offenes Ohr und kurze Wege. Als Regionalverband unterstützen wir unsere Mitgliedskommunen dabei mit fachlichem Know-how, fundierten Analysen und praxistauglichen Empfehlungen. Aus diesem engen Austausch entstehen Lösungen, die zu den Menschen und Betrieben vor Ort passen. So sichern wir Zukunft und Zusammenhalt von Wirtschaft, Kommunen und Region“, sagte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes.

Vor diesem Hintergrund zeigt das neue Wirtschaftsförderungskonzept mögliche Handlungsansätze für eine weitere Intensivierung der Bestandspflege als wichtigstem Handlungsfeld der kommunalen Wirtschaftsförderung auf. Die Bestandspflege gewinnt gerade mit Blick auf die ausgeschöpften Flächenpotenziale für neue Unternehmensansiedlungen nochmals an Bedeutung. Durch den engen und regelmäßigen Austausch mit den Unternehmen können standortbedingte Entwicklungshemmnisse frühzeitig erkannt und angegangen werden. Geeignete Maßnahmen, die das Konzept aufzeigt, umfassen beispielsweise eine weitere Intensivierung proaktiver Unternehmensbesuche sowie die Vernetzung und Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen bei Innovations- und Transformationsthemen. Darüber hinaus stellen die Stärkung und Qualifizierung der bestehenden Gewerbegebiete und die Weiterentwicklung bereits etablierter Projekte zur Fachkräftesicherung zentrale Handlungsfelder dar, zu denen das Konzept mögliche Ansätze aufzeigt.

Grundlage für das vorgelegte Konzept ist eine Strukturanalyse anhand statistischer Daten aus dem Regionalen Monitoring des Regionalverbandes. Die Analyse verdeutlicht Stärken und Schwächen sowie den Strukturwandel des Standortes, der auf verschiedenen Ebenen sichtbar wird – vom Unternehmensbesatz über die Beschäftigungsentwicklung und Qualifikationsstruktur bis hin zu den baulichen Entwicklungen und Nutzungen in den Gewerbegebieten.

Beispiel Beschäftigungsentwicklung: 2024 arbeiteten bereits mehr als 2.000 Beschäftigte am Standort Ginsheim-Gustavsburg zuletzt in den Wirtschaftszweigen Verkehr, Lagerei und Handel. Demgegenüber ist die Beschäftigung in der Produktion in den letzten Jahren zurückgegangen. Neben der Analyse statistischer Daten fanden Expertengespräche mit vor Ort ansässigen Unternehmen statt. Bei einem Workshop im Technologie-, Innovations- und Gründerzentrum TIGZ Gustavsburg wurden die Perspektiven der Unternehmen für die Entwicklung des Standortes herausgearbeitet.

„Das neue Wirtschaftsförderungskonzept ist eine solide Grundlage, um die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Ginsheim-Gustavsburg gezielt zu steuern. Es zeigt unsere Stärken, wo Handlungsbedarf besteht und wie wir Unternehmen bestmöglich unterstützen können. Besonders wichtig ist mir dabei der enge Austausch mit den Betrieben, denn ihre Erfahrungen und Perspektiven sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung. Ich danke dem Regionalverband FrankfurtRheinMain für die fundierte Analyse und die gute Zusammenarbeit“, sagte Bürgermeister Thorsten Siehr bei der Übergabe des Ergebnisberichts durch den Ersten Beigeordneten des Regionalverbandes, Rouven Kötter.

 

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