Einstimmiger Rückenwind für die Mobilität von morgen
Mobilität verbindet – Menschen mit ihren Arbeitsplätzen, Familien mit Schulen und Vereinen, Unternehmen mit Märkten. Sie entscheidet darüber, wie gut unsere Region im Alltag funktioniert. Genau deshalb hat die Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain vor rund fünf Jahren die erste Mobilitätsstrategie beschlossen.
Dass diese wirkt, zeigen aktuelle Zahlen der bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ aus dem Jahr 2025: Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad haben in der Region um fünf Prozent zugenommen. Gleichzeitig ist der motorisierte Individualverkehr trotz steigender Pkw-Zahlen zurückgegangen. Das ist sicher nicht nur ein Resultat der Mobilitätsstrategie, aber es ist ein deutliches Signal dafür, dass strategische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene konkrete Veränderungen im Alltag der Menschen bewirken kann.
Diesen erfolgreichen Kurs setzt die Region nun geschlossen fort: In ihrer Sitzung am 4. März hat die Verbandskammer einstimmig die Fortschreibung zur Mobilitätsstrategie FrankfurtRheinMain 2.0 beschlossen. „Das einstimmige Votum ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass unsere Mitgliedskommunen den eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen wollen. Mobilität in FrankfurtRheinMain gestalten wir pragmatisch, partnerschaftlich und mit klarem Blick auf die Bedürfnisse der Menschen“, so der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands Rouven Kötter nach der Sitzung. „Damit stärken die Mitgliedskommunen bewusst die Rolle des Regionalverbandes als verlässlichen Dienstleister, Koordinator und Impulsgeber für zukunftsorientierte Mobilitätsangebote in Frankfurt-RheinMain.“
Die Mobilitätsstrategie 2.0 konzentriert sich gezielt auf Handlungsfelder, in denen der Regionalverband selbst aktiv gestaltet und Projekte voranbringt. Ein zentrales Projekt ist der systematische Ausbau des Fuß- und Radverkehrs. Gemeinsam mit den Kommunen plant und realisiert der Regionalverband ein rund 250 Kilometer umfassendes Radschnellwegenetz – ein Meilenstein für alltagstaugliche, klimafreundliche Mobilität in der Region.
Ein weiteres Schwerpunktfeld sind nachhaltige Lösungen für die wachsenden regionalen Wirtschaftsverkehre. Im engen Dialog mit zahlreichen Akteuren entstehen Konzepte, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit ökologischer Verantwortung verbinden. Zu den ambitionierten Zielen gehört außerdem die Stärkung des Schienengüterverkehrs. Mit dem Angebot des Regionalen Schienencoachs unterstützt der Regionalverband Kommunen und Unternehmen praxisnah dabei, mehr Güter und Menschen auf die Schiene zu bringen.
Auch in ländlich geprägten Teilregionen wird konkret gehandelt: Im Wetteraukreis läuft beispielsweise ein Pilotprojekt für vernetzte Mobilitätsstationen. Rund 40 Stationen in 17 Kommunen sollen das Mobilitätsangebot deutlich verbessern und verschiedene Verkehrsträger intelligent miteinander verknüpfen. Das Konzept soll anschließend in die gesamte Region weiterentwickelt werden.
Neu aufgenommen wurden zudem Themen wie zusätzliche Lkw-Parkplätze, die Entwicklung regional bedeutsamer Park-&-Ride-Infrastrukturen sowie das Förderprojekt transform-R, mit dem innovative Ansätze in Reallaboren vor Ort erprobt werden, um Mobilitäts- und Energiewende gemeinsam voranzubringen. Nicht zuletzt betrachtet die Strategie die verkehrlichen Aspekte des Regionalen Flächennutzungsplans und arbeitet die Wechselwirkungen zwischen Siedlungsentwicklung und Mobilität heraus. Denn gute Mobilität beginnt bei kluger Planung.
„Mein besonderer Dank gilt dem engagierten Team unserer Abteilung Mobilität und allen, die an der neuen Mobilitätsstrategie mitgewirkt haben. Mit fachlicher Expertise, Ausdauer und großer Praxisnähe werden hier Projekte angestoßen und umgesetzt, die in der gesamten Region Wirkung entfalten. Dieser Einsatz ist die Grundlage für den Erfolg unserer Mobilitätsstrategie“, so Kötter.
Der Erfolg spiegelt sich auch finanziell wider: Unter Federführung des Regionalverbandes konnten in den vergangenen Jahren weit über acht Millionen Euro an Fördermitteln für Mobilitätsprojekte eingeworben werden – einschließlich geförderter Personalmittel sogar über elf Millionen Euro.
„Mit dem aktuellen Beschluss wird die Rolle des Regionalverbandes als verlässlicher ‚Kümmerer‘ weiter gestärkt. Die Maßnahmen der Mobilitätsstrategie FrankfurtRheinMain 2.0 werden nun gemeinsam mit Mitgliedskommunen, Landkreisen und weiteren regionalen Partnern konkret ausgestaltet und umgesetzt. FrankfurtRheinMain zeigt damit: Regionale Zusammenarbeit funktioniert. Und sie bringt die Mobilität von morgen entschlossen auf den Weg“, so der zuständige Abteilungsleiter Georgios Kontos.
Weitere Informationen
Die Mobilitätsstrategie FrankfurtRheinMain 2.0 ist abrufbar unter folgendem Link: