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Wirtschaftsverkehr als regionale Herausforderung

Für unsere prosperierende Region ist die Versorgung der Menschen und der Wirtschaft mit Gütern und Dienstleistungen ein entscheidender Faktor. Zum Wirtschaftsverkehr gehören zum Beispiel die Lieferverkehre für den Groß- und Einzelhandel, Transitverkehre durch unsere Region, Paketzusteller, Baustellenfahrzeuge, Transporter von Handwerksbetrieben oder die Fahrzeuge der Abfalllogistik.
Der stetig wachsende LKW-Verkehr stellt die Region jedoch auch vor große Herausforderungen:

  • steigende Lärm- und Schadstoffemissionen,
  • Staus,
  • wachsender Flächenbedarf und Flächenkonkurrenzen,
  • Konflikte im Straßenraum und -verkehr,
  • eine zunehmende Anzahl an Verkehrsunfällen, insbesondere mit schwächeren Verkehrsteilnehmern.

Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung ist es deshalb notwendig, die Wirtschaftsverkehre abgestimmt zu steuern. Kommunale Konzepte und örtliche Maßnahmen sind dabei Teillösungen. Die weit vernetzten Prozesse im Wirtschaftsverkehr benötigen jedoch einen räumlich übergreifenden Ansatz.


Regionale Wirtschaftsverkehrsstrategie FrankfurtRheinMain (WiVS) als gemeinsamer Handlungsrahmen

Der Regionalverband initiiert in enger Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und gemeinsam mit wichtigen Akteuren in der Region die Wirtschaftsverkehrsstrategie FrankfurtRheinMain. Dies Idee dahinter ist, einen räumlich übergreifenden und möglichst tragfähigen Ansatz zu verfolgen.


Mit der Wirtschaftsverkehrsstrategie bietet sich die besondere Chance, gemeinsam mit Kommunen, Fachbehörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Netzwerkakteuren und Verbänden ein Handlungsprogramm mit Schwerpunktmaßnahmen für den gesamten Ballungsraum zu entwickeln.


Übergeordnete Ziele der regionalen Wirtschaftsverkehrsstrategie sind: Emissionen zu reduzieren (Lärm, Kohlendioxid, Stickstoff etc.), das Wirtschaftsverkehrsaufkommen auf der Straße zu steuern und die Verkehre im Zu- und Ablauf der Kommunen zu verringern.


Die folgenden Maßnahmen sind dafür besonders bedeutsam:

  • Förderung und Stärkung emissionsarmer Transportwege und -mittel,
  • Verlagerung auf emissionsarme Verkehrsmittel,
  • Förderung und Umsetzung von multimodalen Ansätzen und Bündelung von Verkehren,
  • Intelligente überörtliche Steuerung des LKW-Verkehrs und Optimierung des Verkehrsflusses,
  • Strategisches Verkehrs- und Flächenmanagement,
  • Wissenstransfer, Vernetzung und Austausch.

Die Strategie entsteht gemeinsam mit den verschiedenen Stakeholdern in einem kooperativen Prozess. Folgende Akteure sind eingebunden:

  • Kommunen mit Gewerbe- und/oder Logistikschwerpunkt aus dem gesamten Verbandsgebiet sowie alle Landkreise,
  • Hessen Mobil,
  • Regierungspräsidium Darmstadt,
  • Aufgabenträgerorganisationen und Betreiber oder Vertreter der Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasserstraße und Luftverkehr,
  • Experten aus der Wissenschaft,
  • Wirtschaftsverbände und -akteure aus den verschiedenen Branchen,
  • Netzwerker aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaftsentwicklung und -förderung,
  • gemeinnützige Verkehrsverbände für nachhaltigen Verkehr.

Der Prozess berücksichtigt die verschiedenen Planungsebenen und integriert kommunale Konzepte und sowie die Ziele des Landes Hessen.
Geplanter Bearbeitungszeitraum: Frühjahr 2022 bis Herbst 2023.