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Glasfaserkabel für die Region

Leben und Arbeiten – beides ist heute ohne Internet kaum mehr vorstellbar. Die rasante digitale Entwicklung, beschleunigt durch die Corona-Pandemie, nimmt immer mehr Einfluss auf diese Bereiche. Bisherige Technologien stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Die Auswirkungen der Pandemie haben einmal mehr deutlich gemacht, wie dringend ein zügiger Glasfaserausbau für funktionierende digitale Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft ist. Ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz ist ohne Frage das Fundament für einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort, der den künftigen Entwicklungen der Digitalisierung gewachsen ist.

Der Regionalverband hat daher das regionale Kooperationsprojekt „Gigabitregion FrankfurtRheinMain“ (kurz: Gigabitregion FRM) mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Glasfaserausbau in der Region beschleunigt und kosteneffizient umzusetzen.

Was sind unsere Ziele?

Hochmoderne, frei zugängliche Glasfaseranschlüsse bis an jedes Unternehmen und nahezu jeden Haushalt sind das erklärte Ziel der Gigabitregion FrankfurtRheinMain:

  • Bis 2025 sollen alle Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Gewerbebetriebe in der Gigabitregion mit einem glasfaserbasierten, gigabitfähigen Internetzugang ausgerüstet werden.
  • Bis 2025 sollen die Hälfte und bis 2030 sogar 90 Prozent aller Haushalte in der Gigabitregion mit einem glasfaserbasierten, gigabitfähigen Internetzugang ausgerüstet werden.
Um diese Ausbauziele zu erreichen, muss der Glasfaserausbau in der Region beschleunigt und kosteneffizient gestaltet werden. Es wird daher eine enge Kooperation mit der Privatwirtschaft sowie mit den kommunalen Unternehmen vor Ort angestrebt, bei der der Ausbau in einer Synchronisation von eigenwirtschaftlichen, geförderten und kooperativen Ausbauaktivitäten stattfindet.

Wir wollen damit heute die Gigabitregion FrankfurtRheinMain der Zukunft schaffen!

Wie sollen die Ziele erreicht werden?

Die Ziele der Gigabitregion FrankfurtRheinMain können nur in enger Kooperation zwischen der Privatwirtschaft und den beteiligten Landkreisen, Städten und Gemeinden erreicht werden. Um hierfür die passenden Wirtschaftspartner zu finden, wurde Ende 2019 ein öffentliches Markterkundungsverfahren zur Identifizierung von geeigneten Kooperationsmodellen, Lösungsansätzen und Ausbaukonzepten für eine Rahmenkooperation mit der Privatwirtschaft durchgeführt. Interessierte Telekommunikationsunternehmen konnten ihre Konzepte im Rahmen dieses Verfahrens bis zum 20. Januar 2020 einreichen (die Unterlagen zur Markterkundung sowie die gemeinsame Absichtserklärung finden Sie im Downloadbereich dieser Seite).


Auf Grundlage der eingegangenen Konzepte und zahlreicher Verhandlungsgespräche konnten inzwischen mit aus dem Verfahren ausgewählten Telekommunikationsunternehmen (TK-Unternehmen) Rahmenkooperationsvereinbarungen (RKV) abgeschlossen werden. Der Abschluss der RKV mit der Privatwirtschaft dient dazu, klare Ziele und Spielregeln, Grundsätze des Ausbaus (Verlege-Methoden, Mindesttiefen, Open Access etc.) sowie regionale und kommunale Unterstützungsleistungen zur Umsetzung des Gigabitprojektes verbindlich festzulegen.

Die Region ist sich dabei bewusst, dass für einen kosteneffizienten und beschleunigten Glasfaserausbau Genehmigungsverfahren vor Ort vereinfacht und digitalisiert werden müssen. Ebenso ist Offenheit gegenüber einem qualitätsvollen Einsatz alternativer Verlegemethoden nötig. Hierfür wird die Gigabitregion FRM regionsweite Standards setzen und deren Umsetzung im Projekt begleiten. Gleichzeitig sichern die TK-Unternehmen ein kooperatives und transparentes Vorgehen sowie ihre Kapazitäten und Investitionen für die kommenden Jahre als Beitrag zur Zielerreichung der Gigabitregion zu.

Wer steckt hinter der Gigabitregion FRM?

Mit der öffentlichkeitswirksamen Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung (Letter of Intent) am 16. Mai 2019 haben sich die Landkreise Bergstraße, Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Rheingau-Taunus, Wetterau und Offenbach sowie die Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main und Wiesbaden unter Federführung des Regionalverbandes zur Gigabitregion FrankfurtRheinMain zusammengeschlossen (siehe auch Downloadbereich dieser Seite).


Für die Initiierung des Projektes wurde ein Steuerungskreis eingerichtet, in dem alle Projektpartner politisch vertreten waren, zu wichtigen Schritten im Projekt berieten und die notwendigen Beschlüsse fassten. Der Verband vertrat den Zusammenschluss nach außen und fungierte als erster Ansprechpartner für die Telekommunikationswirtschaft bei den Verhandlungsgesprächen zum Abschluss von Kooperationsvereinbarungen.

Für die nun gestartete Umsetzungsphase und die Gesamtkoordination des Glasfaserausbaus in der Gigabitregion FRM wurde im Juni 2021 eine gemeinsame Unterstützungsgesellschaft, die Gigabitregion FrankfurtRheinMain GmbH, gegründet. Diese konnte im August 2021 die Rahmenkooperationsverträge mit drei Unternehmen unterzeichnen. Bis zur vollständigen personellen Ausstattung der GmbH verantwortet der Regionalverband das Projekt auch in der Umsetzungsphase federführend.

Zahlen, Daten, Fakten

Der Zusammenschluss der Gigabitregion FrankfurtRheinMain besteht aus insgesamt 139 Kommunen. Dies sind die 80 Mitgliedskommunen des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, 28 nicht im Verbandsgebiet liegende Kommunen der Kreise Groß-Gerau, Main-Kinzig und Wetterau, 13 Kommunen des Kreises Bergstraße , die 17 Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises sowie die kreisfreie Stadt Wiesbaden. Beteiligte Kommunen im Kreis Bergstraße sind die Stadt Bensheim, die Gemeinde Biblis, die Stadt Bürstadt, die Gemeinde Einhausen, die Gemeinde Groß-Rohrheim, die Kreisstadt Heppenheim (Bergstraße), die Stadt Hirschhorn (Neckar), die Stadt Lampertheim, die Gemeinde Lautertal (Odenwald), die Stadt Lorsch, die Stadt Neckarsteinach, die Stadt Viernheim und die Stadt Zwingenberg.