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Überörtliche Fahrradrouten

Deutschlandweit einmalig stellt der Regionale Flächennutzungsplan (RegFNP) in der Region FrankfurtRheinMain für den alltäglichen Radverkehr ein überörtliches Fahrradroutennetz dar. Hierfür arbeitet der Regionalverband mit den Kreisen und Mitgliedskommunen zusammen. Auch die neuen Radschnellverbindungen werden in das Netz der überörtlichen Fahrradrouten integriert. Bei seiner Planung berücksichtigt der Regionalverband übergeordnete Fachkonzepte wie den in Weiterentwicklung befindlichen Nationalen Radverkehrsplan 2020 des Bundes, das Rad-Hauptnetz des Landes Hessen und die Radverkehrskonzepte der Landkreise.


Nur ein lückenlos geschlossenes überörtliches Radwegenetz lässt die Idee der Region der kurzen Wege lebendig werden. So ist es beispielsweise für Radpendelnde aus Kronberg auf dem Weg zur Arbeit in Eschborn ebenso wichtig wie für Bürger aus Bad Vilbel, die sich mit Freunden in Karben zum Kinobesuch verabreden. Häufig enden die Fahrten jedoch auf freiem Feld an der Gemeindegrenze oder an schwer oder gar nicht mehr zu überwindenden Hindernissen wie Landstraßen, Autobahnen oder Schienentrassen. Dies bedeutet nicht selten Umwege, lebensgefährliches Queren, oft auf unbefestigten Pisten und Wirtschaftswegen. Bisweilen ist es sogar nötig, auf ein anderes Verkehrsmittel umzusteigen. Insgesamt ist das Netz der überörtlichen Fahrradrouten knapp 2.500 Kilometer lang; davon sind knapp 25 Prozent noch nicht umgesetzt, also Lücken. Sowohl Bestand als auch Lücken sind im RegFNP dargestellt. Der Regionalverband beschränkte lange Zeit seine Tätigkeit auf diese Darstellung. Durch einen einstimmigen Beschluss der Verbandskammer im Juli 2019 wird der Regionalverband jedoch seine Mitgliedkommunen zukünftig beim Bau der planerisch dargestellten Strecken unterstützen. Für die Realisierung der fehlenden Radwege im Netz hat der Regionalverband ein Lückenschlussprogramm aufgesetzt, welches ein Maßnahmenpaket der Regionalen Mobilitätsstrategie ist. Der Fokus liegt dabei auf interkommunalen Lückenschlüssen. Jene Lücken, die innerhalb einer Kommune existieren, sind oftmals Gegenstand von kommunalen Radverkehrskonzepten.


Einen Überblick über die verkehrlichen Inhalte des RegFNP finden Sie hier.

Lückenschluss L3191 Hammersbach – Limeshain

Als Teil der Mobilitätsstrategie FrankfurtRheinMain strebt der Regionalverband den Lückenschluss der überörtlichen Fahrradroute entlang der Landesstraße 3191 zwischen Hammersbach Langen-Bergheim und Limeshain-Rommelhausen an. Der Abschnitt hat eine Länge von rund 1.920 Metern. Der Lückenschluss ist Teil des Maßnahmenpakets M01 der Strategie. Der Regionalverband hat die Koordination der Planung für dieses Vorhaben übernommen.

Dazu wurde eine Planungsvereinbarung zwischen den beteiligten Kommunen und dem Regionalverband geschlossen. Nach der Förderzusage durch das Land Hessen wurde die Maßnahme ausgeschrieben und mit der Planungsgesellschaft RV-K mbH ein geeignetes Büro für die Planung gefunden. Um die bestmögliche Streckenführung zu ermitteln, wurden zwei Varianten untersucht.
Der Vorentwurf wurde fertiggestellt und mit Abschluss der Leistungsphase 4 und 5 im Sommer 2026 beginnen die vorbereitenden Maßnahmen für die Leistungsphasen 6-9.


Lückenschluss L3017 Flörsheim - Hochheim - Hofheim

Im Zuge der Mobilitätsstrategie FrankfurtRheinMain beabsichtigt der Regionalverband einen Lückenschluss der überörtlichen Fahrradroute entlang der Landesstraße 3017 zwischen Flörsheim-Wicker und Hofheim-Wallau. Dieser teilt sich in zwei Abschnitte, die zusammen eine Länge von rund 2.860 Metern ergeben. Das Projekt ist Teil des Maßnahmenpakets M01 der Mobilitätsstrategie des Regionalverbandes, der auch die Planungskoordination dieser interkommunalen Maßnahme übernimmt.

Hierfür schloss der Verband mit den beteiligten Kommunen Flörsheim am Main, Hochheim am Main, Hofheim am Taunus sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden eine Planungsvereinbarung ab. Die Maßnahme wird in Vorleistung für das Land Hessen realisiert, das durch Straßenbaulastträgerschaft der L3017 zur Herstellung einer straßenbegleitenden Radverbindung verpflichtet ist.

Im Rahmen der Vorplanung wurde die Variantenuntersuchung erfolgreich abgeschlossen. Die Kartierung begann planmäßig im März 2024, um potenzielle ökologische Auswirkungen zu erfassen. Im nächsten Schritt steht die Entwurfsplanung an, um Detailfragen zu klären und die Planung zu konkretisieren.