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Datum: 30.09.2026

Ausbau der digitalen Infrastruktur profitiert von regionaler Zusammenarbeit

Regionalverband veröffentlicht Monitoring „Digitalisierung“ für die Metropolregion FrankfurtRheinMain

Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in der Metropolregion FrankfurtRheinMain kommt trotz Herausforderungen wie gestiegener Ausbaukosten weiter voran. So stieg die Glasfaserverfügbarkeit in den Kreisen und kreisfreien Städten der Region im Jahr 2025 für Privathaushalte um durchschnittlich 15,6 Prozentpunkte, für Unternehmen um 13,9 Prozentpunkte und in Gewerbegebieten um 8,2 Prozentpunkte an. Dabei bestehen innerhalb der Region weiterhin deutliche Unterschiede bei Glasfaserverfügbarkeit und Ausbaufortschritten. Die Daten stammen aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur und wurden durch den Regionalverband für das Regionale Monitoring zur Digitalisierung in der Metropolregion Frankfurt-RheinMain ausgewertet.

Unter Berücksichtigung aller Technologien sind in der Metropolregion vielerorts Breitbandanschlüsse mit mindestens 1.000 Mbit/s verfügbar: Der Median der Kreise und kreisfreien Städte der Region lag im Dezember 2025 bei einer Breitbandverfügbarkeit für 83,9 Prozent der Privathaushalte, 79,7 Prozent der Unternehmen und 70,6 Prozent der Unternehmen in Gewerbegebieten. Bei den zukunftssicheren reinen Glasfaseranschlüssen, von denen besonders datenintensive Anwendungen profitieren, fällt die Verfügbarkeit in der Region bisher deutlich geringer aus. Hier lag der Median der Kreise und kreisfreien Städte bei 49,0 Prozent der Privathaushalte, 51,5 Prozent der Unternehmen bzw. 62,2 Prozent der Unternehmen in Gewerbegebieten, die auf einen reinen Glasfaseranschluss zugreifen können. Dies zeigt, dass der flächendeckende Glasfaserausbau weiterhin eine große Aufgabe für die Region darstellt.

Eine treibende Kraft hierbei ist die Gigabitregion FrankfurtRheinMain, die vom Regionalverband im Jahr 2021 ins Leben gerufen wurde. Aktuell ist bei rund 27 Prozent aller Adressen in der Gigabitregion ein Anschluss an ein rein glasfaserbasiertes Gigabitnetz möglich. Perspektivisch soll dies für alle Unternehmen in Gewerbegebieten und bis zum Jahr 2030 für rund 90 Prozent aller Haushalte der Fall sein. Bei über der Hälfte der Adressen in der Region wurde der Ausbau bereits durch ein Telekommunikationsunternehmen zugesagt und zum Teil bereits gestartet (30 Prozent) oder es liegt eine konkrete Planung vor (23 Prozent). Für 18 Prozent der Adressen ist zurzeit noch kein Glasfaserausbau geplant. Hier steht die Gewinnung von Fördermitteln im Fokus.

„Mit dem strategischen Handlungsrahmen ‚Digitale Region FRM‘ unterstützt der Regionalverband die kommunalen Akteure durch Information, Beratung, Wissenstransfer und Pilotprojekte bei der Gestaltung des digitalen Wandels. Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige digitale Infrastruktur in unserer Region. Hierbei fungiert die vom Regionalverband initiierte Gigabitregion FRM als erfolgreiches Bindeglied zwischen Kommunen, Telekommunikationsunternehmen und Fördermittelgebern. Es zeigt sich einmal mehr, dass aus regionaler Zusammenarbeit handfeste Mehrwerte entstehen“, so Claudia Jäger, Verbandsdirektorin Regionalverband, und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter Regionalverband.

Beim 5G-Mobilfunkstandard existiert in der Metropol¬region eine nahezu vollständige Abdeckung von 94 Prozent der Regionsfläche. Im 5G-Mobilfunknetz können Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit bei minimaler Verzögerung und geringem Energieverbrauch übertragen werden, um etwa im „Internet der Dinge“ Geräte und Maschinen zu verbinden oder Smart-City-Vorhaben zu realisieren.
Eine Trendwende zeichnet sich bei den Beschäftigten in IKT-Berufen ab. Zwar wurde in der Metropolregion 2025 mit 115.060 Beschäftigten ein neuer Höchststand erreicht, ein Plus von 26,5 Prozent seit 2020. Doch zuletzt zeigte sich in einzelnen Berufen eine gegenteilige Entwicklung. 2025 sank die Zahl der Beschäftigten in der Informatik um 2,3 Prozent, in der Softwareentwicklung und -programmierung um 4,1 Prozent und im Bereich IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb um 5,4 Prozent.

Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten Stellen in IKT-Berufen zuletzt stark zurückgegangen auf nur noch 1.045 im Jahresdurchschnitt 2025. Zum Vergleich: In den Jahren 2022/2023 waren in der Metropolregion noch mehr als doppelt so viele Stellen für IKT-Fachkräfte zu besetzen. Zu dem Rückgang dürften sowohl die schwache konjunkturelle Entwicklung als auch veränderte Anforderungen durch den zunehmenden KI-Einsatz beitragen.

Darüber hinaus beleuchtet das Monitoring Kennzahlen zu den regionalökonomischen Effekten der Rechenzentrumsbranche, zur Verwaltungsdigitalisierung und zu digitalen Vorreiter-Unternehmen, die nach Analysen des Instituts der Deutschen Wirtschaft vor allem im Kern der Metropolregion überdurchschnittlich stark vertreten sind. „FrankfurtRheinMain bietet mit seiner hohen Dichte an digitalaffinen Unternehmen, Hochschulen und Rechenzentren sowie datenintensiven Wirtschaftsbranchen wie Finanzen, Industrie oder Pharma sehr gute Voraussetzungen für digitale Innovationen. Um diese Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der Region nutzen zu können, müssen wir den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter vorantreiben“, so die Verbandsspitze.


Weitere Informationen


    • Die Metropolregion FrankfurtRheinMain mit rund 5,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie knapp 2,6 Millionen Beschäftigten zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen und den treibenden Kräften in Deutschland und Europa. Sie geht über das Verbandsgebiet hinaus und erstreckt sich über Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Insgesamt setzt sich die Metropolregion aus acht kreisfreien Städten und 18 Landkreisen zusammen.

    • Die Gigabitregion FrankfurtRheinMain umfasst die Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden sowie die Kreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Offenbach, Rheingau-Taunus, Wetterau und Teile des Kreises Bergstraße.

    • Das Monitoring „Digitalisierung“ kann im Internet unter www.region-frankfurt.de heruntergeladen werden. Bitte im Suchfeld den folgenden Webcode eingeben: zkr17

 

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