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Datum: 20.03.2025

Mit KI zur Verwaltung der Zukunft

Beim Impulsforum FRM - Künstliche Intelligenz in öffentlichen Verwaltungen werden Möglichkeiten und Praxisanwendungen vorgestellt

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Megathema unserer Zeit. Kaum einer anderen technologischen Entwicklung wird so großes Potenzial zugesprochen, unser Leben umfassend zu verändern. Auch in öffentlichen Verwaltungen hat KI längst Einzug gehalten – und dürfte in Zeiten des Fachkräftemangels künftig weiter stark an Bedeutung gewinnen. Welche Chancen, Risiken und Einsatzmöglichkeiten ergeben sich beim Einsatz von KI?

Das war Inhalt des mittlerweile dritten Impulsforums FRM, das sich in diesem Jahr dem Thema „Künstliche Intelligenz in öffentlichen Verwaltungen“ widmete. Auf Einladung des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain kamen zirka 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kommunalpolitik und -verwaltung ins Haus der Region, um sich über KI-Grundlagen und Anwendungen zu informieren und auszutauschen.

„Kommunen stehen heute vor stetig wachsenden Aufgaben. Zugleich ist der Fachkräftemangel vielerorts bereits Realität, und personelle Engpässe werden durch die demografische Entwicklung voraussichtlich noch weiter zunehmen. KI hat das Potenzial, zukünftig bei einfachen und aufwendigen Aufgaben zeitlich zu entlasten, so bleibt der Verwaltung Zeit für wesentlichere und komplexere Aufgaben. Ich bin davon überzeugt: Am Ende geht es darum, menschliche und Künstliche Intelligenz klug zu kombinieren“, sagte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes.

In seinem einführenden Vortrag skizzierte Prof. Dr. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) Stuttgart Entwicklungsstufen der KI-Entwicklung und zeigte Möglichkeiten auf, wie insbesondere die aktuell besonders stark im Fokus stehende generative KI Verwaltungen assistieren kann.

Als anschauliches Beispiel hierfür stellte Bauer das KI-basierte Assistenzsystem F13 vor, das für die Anforderungen der baden-württembergischen Landesverwaltung entwickelt und trainiert wurde. Mit dem Tool lassen sich unter anderem Texte produzieren und zusammenfassen. Weiterhin bietet F13 die Möglichkeit für spezialisierte Recherchen in verwaltungsinternen Datenbanken.

Bauer, der auch Mitglied der High-Level Expert Group on Artificial Intelligence der Europäischen Kommission ist, wies auch auf mögliche problematische Aspekte generativer KI hin. Dies werden während ihrer Entwicklung mit einer Vielzahl von Daten trainiert werden. Die Wahl der Trainingsdaten wiederum hängt von der Entscheidung der Entwickler ab, womit unweigerlich die Ausprägung einer KI beeinflusst wird. Politische und gesellschaftliche Wertevorstellungen Europas könnten daher am ehesten in KI-Modellen abgebildet werden, die in Europa entwickelt werden.

Wie Kommunen – unabhängig von ihrer Größe - von KI profitieren können, zeigten diverse Anwendungsbeispiele aus den Kommunen selbst. So wird unter anderem durch die Stadt Heidelberg seit bereits 2020 ein KI-basierter Chatbot betrieben, der als Ansprechpartner für Fragen aus der Bürgerschaft dient. Der Landkreis Bergstraße wiederum nutzt eine KI-basierte Bilderkennung zur Identifikation von Straßenschäden. Und die Gemeinde Hofbieber bei Fulda nutzt einen digitalen Zwilling für Umweltdaten und 3D-Simulationen, um Risiken wie Überschwemmungen, CO-2-Emissionen, innerörtliche Luftströmungen, Wärmeausbreitung und vieles mehr zu prognostizieren. Aus den Ergebnissen lassen sich Planungen gegen den Klimawandel und für die Stadtentwicklung ableiten.

Auch der Flughafen Frankfurt nutzt KI-basierte Technologien. Verena Dollberg (Fraport AG) zeigte, wie KI in der Lade-Disposition für gerechte Arbeitsverteilung sorgt und zum Arbeitsschutz beiträgt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Fluglärm-Beschwerdemanagement: Ein KI-System unterstützt den Flughafen bei der Bearbeitung von hunderten bzw. tausenden E-Mails täglich.

Eine der weiteren Anwendungen, die beim Impulsforum vorgestellt wurde, betrifft das Thema Fachkräftegewinnung. Ines dos Santos und Gustavo Campa präsentierten ihre KI-Plattform OptiMigration, die Einwanderungsprozesse durch eine optimierte Antragstellung verbessern möchte. Dabei werden Antragstellende durch einen mehrsprachigen KI-Assistenten in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung beim Ausfüllen der für Sie relevanten Anträge unterstützt. Durch diese Form der Vorab-Qualitätssicherung könnten oft überlastete Ausländerbehörden entlastet werden.

„Das Impulsforum ist ein erster Schritt, um Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz für die Metropolregion auszuloten. Als Regionalverband verstehen wir unsere Rolle als Netzwerker in der Region, deMit KI zur den Erfahrungsaustausch zu Anwendungsmöglichkeiten von KI und die Zusammenarbeit bei der Umsetzung von Lösungen weiter fördern wird“, sagte Susanna Caliendo, Leiterin der Abteilung Metropolregion, Regionalentwicklung und Europa im Regionalverband.

Weitere Information

Eine Dokumentation zu Inhalten und Ergebnissen des Impulsforums FRM Künstliche Intelligenz in öffentlichen Verwaltungen in Arbeit und wird demnächst veröffentlicht.


 

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