Neue Streuobst-Botschafter für Kitas, Schulen und Vereine
Spielerisch Obstbaumarten bestimmen, kreative Projekte auf der Wiese umsetzen, praktischer Naturschutz und Gruppendynamik: Im umweltpädagogischen Lehrgang „Streuobst erleben und vermitteln“ konnten Mitarbeitende aus pädagogischen Einrichtungen der Regionalverbandskommunen lernen, wie sich die Zusammenhänge von Ökologie, Artenvielfalt und Nutzungsmöglichkeiten von Streuobstwiesen auf eine besonders kind- und jugendgerechte Weise vermitteln lassen.
Nun endete der Lehrgang, der erstmalig vom Regionalverband FrankfurtRheinMain im MainÄppelHaus Lohrberg in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis und der Naturschutzakademie Hessen angeboten worden war. Auf dem Frankfurter Lohrberg erhielten die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dienstag, 20. Oktober 2026, das Zertifikat „Streuobstbotschafter“ bzw. „Streuobstbotschafterin“.
„Exzellentes Streuobstwissen, Praxis im Obstbau und viele pädagogische Ansätze – dieser Kurs hat genau das richtige Rüstzeug geliefert, um vor allem Kinder und Jugendliche für Streuobstwiesen in der Region zu interessieren. Das lag auch an den hervorragenden Expertinnen, die die Module geleitet haben. Nun ist es Zeit, im Verbandsgebiet dieses wertvolle Wissen in die Kindergärten, Schulen und Vereine zu tragen und viele für das Kulturgut Streuobstwiese zu begeistern“, blickte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, zufrieden auf den Kurs zurück.
Begonnen hatte der Zertifizierungslehrgang Mitte März 2026 im MainÄppelHaus. Zu den Lehrgangsthemen zählten: Wie funktioniert die Ökologie des äußerst wertvollen und artenreichen Lebensraumes „Streuobstwiese“? Und auf welche Weise lassen sich Kinder und Jugendliche für Streuobstwiesen-Wissen begeistern? Der Zertifikatskurs umfasste zudem Themen aus dem praktischen Naturschutz, Obstkunde sowie die Methodik und Didaktik zur Umsetzung von Kreativprojekten auf Streuobstwiesen.
Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer, die den Lehrgang mit völlig unterschiedlichem Vorwissen antraten, gaben eine positive Rückmeldung zur Fortbildung und zum Veranstaltungsort MainÄppelHaus auf dem Frankfurter Lohrberg. Teilnehmer Christian Sommerlade aus Maintal sagte: „Mir ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche die Streuobstwiese nicht nur spielerisch kennenlernen, sondern auch verstehen, wie viel Arbeit und Verantwortung dahintersteckt. Wer selbst einen Baum pflanzt, schneidet oder Obst erntet, entwickelt ganz automatisch einen anderen Bezug zu Natur und Lebensmitteln.“
Die Abschlussprüfung bestand aus einem schriftlichen Teil sowie einem Praxisprojekt zu einem Streuobst-Thema. Dieses wurde in Kleingruppen von maximal fünf Teilnehmenden während des Lehrgangs erarbeitet und am Prüfungstag präsentiert.
Der nächste Kurs „Streuobst erleben und vermitteln“ ist bereits für 2027 geplant. Termine sind: Modul 1 (Di. 06./ Mi 07. April; Modul 2 (Di. 15./ Mi. 16. Juni); Modul 3 (Di 14./ Mi. 15. September), Prüfung (Di. 19. Oktober). Bei Interesse bzw. für die Voranmeldungen wenden Sie sich bitte an den Regionalen Streuobstbeauftragten Bastian Sauer unter sauer@region-frankfurt.de oder 069-2577-1578.
Weitere Infos:
- Bereits mit dem kostenlosen Ausbildungsangebot zum „Zertifizierten Landschaftsobstbauer“ hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain in den vergangenen Jahren große Erfolge erzielt. Rund 100 Menschen aus den Kommunen der Region FRM haben diese Fortbildung inzwischen abgeschlossen.
- Video zum Lehrgang „Streuobst erleben und vermitteln“: https://youtube.com/shorts/Opmqlwlu1go
- Streuobst-Portal: www.streuobst-frm.de