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Datum: 21.08.2026

Minister übergibt drei Förderbescheide für Radschnellwege Frankfurt - Maintal - Hanau und Seligenstadt - Flughafen Frankfurt im Haus der Region

Hessen fördert Planungen und Machbarkeitsstudie für Radschnellwege mit knapp 2,3 Millionen Euro

Bei den Radschnellwegen Seligenstadt – Flughafen Frankfurt (FRM9) und Frankfurt – Maintal – Hanau (FRM7) sind wichtige Meilensteine erreicht worden. So übergab der Hessische Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Herr Kaweh Mansoori, kürzlich drei Förderbescheide in Höhe von insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro. Zur Übergabe der Förderbescheide begrüßten Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes Frankfurt-RheinMain und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, den Minister im Haus der Region.

Zwei der Förderbescheide beziehen sich auf die Planung des Radschnellweges Seligenstadt – Frankfurt Flughafen (FRM9). Die Planung der sogenannten Kreisquerverbindung wird durch das Land Hessen mit 1,9 Millionen Euro gefördert. Hierbei handelt es sich um den längsten Ab-schnitt des Radschnellwegs zwischen Seligenstadt und dem Flughafen Frankfurt am Main. Der Streckenabschnitt verbindet die Kommunen Rodgau, Dietzenbach und Dreieich im Landkreis Offenbach. Auf einer Länge von zirka 12,5 Kilometern entsteht eine sichere und komfortable Raddirektverbindung entlang der Kreisstraßen K173 und K174.

Ebenfalls gefördert wird die Planung des Radschnellweg-Abschnitts auf Neu-Isenburger Gemarkung. Auf zirka 4,8 Kilometern verläuft der Weg von der Ortsgrenze Frankfurt/Neu-Isenburg an der Sperberschneise bis zum Knotenpunkt Neuhöfer Straße/Offenbacher Straße an der Ortsgrenze Neu-Isenburgs zu Dreieich. Das Land Hessen fördert die Planung dieses Radschnellweg-Abschnitts mit rund 371.200 Euro.

Mit der Förderung kann der Zuschlag für die bereits ausgeschriebenen Planungsleistungen der beiden Abschnitte erfolgen und die Planung des Radschnellwegs Seligenstadt – Frankfurt Flughafen weiter vorangetrieben werden.

Der dritte Förderbescheid dient zur Beseitigung einer zentralen Engstelle auf dem Radschnellweg Frankfurt – Maintal – Hanau (FRM7). Das Land Hessen fördert die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die „Querung des Gleiskörpers im Bereich Mainkur/Roter Graben in Frankfurt am Main“ mit knapp 32.000 Euro.

„Radschnellverbindungen schaffen gerade im Rhein-Main-Gebiet eine echte Alternative für viele Wege im Alltag. Wer mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule oder zum nächsten Bahnhof fährt, braucht sichere und direkte Verbindungen, auf denen man gut vorankommt. Deshalb unterstützen wir den Regionalverband dabei, jetzt die konkrete Planung auf den Weg zu bringen“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori bei der Übergabe der Förderbescheide an Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.

„Gerade in einer dicht vernetzten Region wie FrankfurtRheinMain hat das Fahrrad enormes Potenzial für die alltägliche Mobilität. Deshalb engagiert sich der Regionalverband von Anfang an intensiv für den Ausbau der Radschnellwege. Die Förderbescheide sind ein wichtiges Signal und bringen die Projekte einen entscheidenden Schritt weiter. Radschnellwege schaffen sichere, komfortable und attraktive Verbindungen. Sie machen Lust aufs Radfahren und das Fahrrad für immer mehr Menschen zu einer echten Alternative im Alltag. So schaffen wir mehr Wahlfreiheit und stärken eine moderne Mobilität in unserer Region“ sagte Rouven Kötter.

„Die Verbindung zum Flughafen Frankfurt eröffnet großes Potenzial für den Alltagsverkehr. Der Flughafen ist mit rund 80.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Mit dem Radweg schaffen wir eine attraktive und klimafreundliche Verbindung zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte im Rhein-Main-Gebiet“, sagte Verbandsdirektorin Claudia Jäger.
Der Radschnellweg Seligenstadt – Frankfurt Flughafen ist insgesamt knapp 37 Kilometer lang und damit einer der längsten Radschnellwege in Hessen. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2024 bescheinigte dem direkten Einzugsgebiet der Verbindung bis zu 30.000 Personen am Wohnort und 35.000 Personen am Arbeitsort.

Der Radschnellweg Frankfurt – Maintal – Hanau verbindet die drei Kommunen künftig auf einer Länge von gut 17 Kilometern miteinander. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2019 bescheinigte dem Projekt, bedeutende Arbeitsplatzschwerpunkte in den beteiligten Städten zu verbinden und macht ein Nutzungspotenzial von 2.000 Radfahrenden täglich aus.

Radschnellwege verbinden Städte und Gemeinden über Verwaltungsgrenzen hinweg und ermöglichen auch auf längeren Distanzen eine leistungsfähige Radinfrastruktur. Sie tragen dazu bei, den Radverkehr als festen Bestandteil der Alltagsmobilität in der Region zu stärken und Lücken im bestehenden Netz zu schließen. Parallel werden auch auf dem weiteren Streckenverlauf im Bereich Neu-Isenburg die Planungen aufgenommen.
Der Regionalverband FrankfurtRheinMain übernimmt die koordinierende Rolle zwischen den beteiligten Kommunen und Projektpartnern und begleitet die Umsetzung des Vorhabens.


Weitere Zitate zu den Förderbescheiden Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt:


Alexander Böhn, Kreisbeigeordneter des Kreises Offenbach:
„Mit dem Förderbescheid wird aus einer starken Idee ein immer greifbareres Infrastrukturprojekt für die Menschen in unserer Region. Es macht mich stolz, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern den FRM9 Schritt für Schritt Realität werden lassen und damit neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Rhein-Main-Gebiet setzen.“


Max Breitenbach, Bürgermeister der Stadt Rodgau:
„Zu unserer guten Verbindung, die wir seit jeher zu unseren Nachbarkommunen haben, kommt nun auch noch eine, die ganz im Trend der Zeit liegt. Der nutzerfreundliche Ausbau lädt zum höchst komfortablen und umweltfreundlichen Pendeln oder Freizeitradeln geradezu ein.“


Holger Dechert, Erster Stadtrat und Dezernent der Stadt Dreieich:
„Da ich in Götzenhain wohne, freut es mich besonders, dass diese wichtige Netzlücke nach Dietzenbach bereits im 1. Bauabschnitt geschlossen wird. Denn ich mache meine dienstlichen Fahrten überwiegend mit dem Fahrrad und bin auch auf eine gute Verbindung in den Osten des Kreises Offenbach angewiesen.“


Dr. Dieter Lang, Bürgermeister der Kreisstadt Dietzenbach:
„Die Förderung ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilität in unserer Region. Die Radschnellverbindung FRM9 bietet eine große Chance, Dietzenbach noch besser an zentrale Arbeitsstandorte wie den Flughafen Frankfurt anzubinden. Gerade für Berufspendle-rinnen und -pendler schaffen wir damit eine sichere und attraktive Alternative zum Auto. Unsere bisherigen Maßnahmen zeigen, dass der Ausbau der Radinfrastruktur funktioniert und angenommen wird – diesen Weg gehen wir mit dem FRM9 konsequent weiter.“


Wolfgang Siefert, Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt am Main:
„Die Kommunen entlang der Strecke übernehmen mit dem Bau des FRM9 Verantwortung für eine moderne und vernetzte Mobilität in der Region. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Sichere, direkte und komfortable Radverbindungen sind ein wichtiger Baustein, damit Beschäftigte und Pendelnde den Flughafen -– einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte und Arbeitsstandorte in der Region – künftig noch besser erreichen können. Frankfurt begrüßt die Fortschritte ausdrücklich und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.“


Oliver Steidl, Erster Stadtrat der Einhardstadt Seligenstadt:
„Der Förderbescheid ist ein großartiges Signal für Seligenstadt als Ausgangspunkt des FRM9 sowie für die gesamte Region. Der Radschnellweg wird die Infrastruktur für den Alltags- und Pendlerverkehr deutlich aufwerten und lässt uns noch enger mit den Nachbarkommunen und dem Flughafen als zentralem Verkehrsknotenpunkt zusammenwachsen. Ich freue mich, dass dieses regionale Großprojekt nun spürbar Fahrt aufnimmt!“


Weitere Informationen

  • Mehr Infos zu den Radschnellwegen unter: www.region-frankfurt.de/rsw
  • Der Regionalverband FrankfurtRheinMain setzt seit 2015 auf den Ausbau sicherer und gut aus-gebauter Radschnellwege in der Region.
  • Der erste Spatenstich für einen Radschnellweg im Verbandsgebiet erfolgte 2018 mit dem Baubeginn des ersten Teilstücks der Strecke Frankfurt-Darmstadt (FRM1).
  • Der Radschnellweg FRM9 verbindet künftig Seligenstadt, Rodgau, Dietzenbach, Dreieich,
  • Neu-Isenburg und den Flughafen Frankfurt.
  • Grundlage für die Umsetzung ist die zuvor erarbeitete Machbarkeitsstudie sowie die Kooperationsvereinbarung der beteiligten Partnerkommunen.


 

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