»Wir brauchen eine Willkommenskultur des Bauens«
Spitze des Regionalverbandes reagiert auf Kritik zu Wohnbauflächen im Regionalen Flächennutzungsplan
„Diejenigen, die derzeit behaupten, die noch für Wohnbauten zur Verfügung stehenden Flächen im Regionalen Flächennutzungsplan seien dafür gar nicht geeignet oder gar ,Fantasieflächen‘, sollen bitte schön die Gebiete benennen und quantifizieren, die für Wohnungsbau nicht geeignet sind“, sagt der Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Ludger Stüve (SPD). Solcherlei Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage. Er macht noch einmal deutlich, dass in dem im Jahr 2010 aufgestellten Regionalen Flächennutzungsplan 2300 Hektar geplante Wohnbaufläche zu finden seien, bebaut davon seien gerade mal elf Prozent. Beim Gewerbe seien die Zahlen nicht viel anders: von 2100 Hektar geplanter Fläche seien zwölf Prozent in Angriff genommen worden. „Alle Flächen sind von den Kommunen selbst gemeldet und auf ihre Tauglichkeit hin geprüft worden. Zudem wurden sie in aller Regel an Nahverkehrsachsen ausgewiesen.“
Stüve hat ein markantes Beispiel zum Thema „ungeeignete Flächen“: „Der Riedberg wurde eine Zeit lang von Planern als ungeeignetes Wohnbaugebiet angesehen, heute ist es ein Vorzeigeprojekt in der Stadt Frankfurt und in der Region.“ Für den Verbandsdirektor dauern zudem die Planungsprozesse viel zu lange. Beispielsweise be- oder gar verhindere das immer restriktiver werdende Umweltrecht weitere Bebauungen. „Heute wird der Schutz des Feldhamsters oder der Zauneidechse höher bewertet als das Grundrecht auf Wohnen“, ärgert sich Stüve.
Für den Beigeordneten Thomas Horn (CDU) gibt es einen weiteren Grund, warum so wenig Wohnraum geschaffen wird. „Unter dem Druck der von einem potenziellen Neubaugebiet Betroffenen fehlt oftmals der politische Wille, das Projekt anzugehen und zu realisieren. Die Schaffung von Wohnraum als soziale Aufgabe fürs Gemeinwohl darf nicht den Einzelinteressen untergeordnet werden. Wir brauchen eine Willkommenskultur des Bauens.“
Anerkennend verweist der Beigeordnete auf aktuelle Anzeichen einer vermehrten Bautätigkeit. So werden jetzt beispielsweise in Bad Vilbel, Offenbach und Rodgau überdurchschnittlich große Flächen auf den Markt gebracht, die schon seit den 80er-Jahren in Plänen zu finden sind, und auch in Hochheim und Bad Nauheim werden große Flächen in Angriff genommen.
Stüve hat ein markantes Beispiel zum Thema „ungeeignete Flächen“: „Der Riedberg wurde eine Zeit lang von Planern als ungeeignetes Wohnbaugebiet angesehen, heute ist es ein Vorzeigeprojekt in der Stadt Frankfurt und in der Region.“ Für den Verbandsdirektor dauern zudem die Planungsprozesse viel zu lange. Beispielsweise be- oder gar verhindere das immer restriktiver werdende Umweltrecht weitere Bebauungen. „Heute wird der Schutz des Feldhamsters oder der Zauneidechse höher bewertet als das Grundrecht auf Wohnen“, ärgert sich Stüve.
Für den Beigeordneten Thomas Horn (CDU) gibt es einen weiteren Grund, warum so wenig Wohnraum geschaffen wird. „Unter dem Druck der von einem potenziellen Neubaugebiet Betroffenen fehlt oftmals der politische Wille, das Projekt anzugehen und zu realisieren. Die Schaffung von Wohnraum als soziale Aufgabe fürs Gemeinwohl darf nicht den Einzelinteressen untergeordnet werden. Wir brauchen eine Willkommenskultur des Bauens.“
Anerkennend verweist der Beigeordnete auf aktuelle Anzeichen einer vermehrten Bautätigkeit. So werden jetzt beispielsweise in Bad Vilbel, Offenbach und Rodgau überdurchschnittlich große Flächen auf den Markt gebracht, die schon seit den 80er-Jahren in Plänen zu finden sind, und auch in Hochheim und Bad Nauheim werden große Flächen in Angriff genommen.
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