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Datum: 27.10.2016

370 Hektar Fläche für bezahlbaren Wohnraum

Runder Tisch Wohnen zieht Bilanz

Nur noch 370 Hektar haben die Kommunen der Metropolregion bei der letzten Aktualisierung des Bauflächenkatalogs dem Regionalvorstand gemeldet. Das sind über 30 Prozent weniger als noch vor drei Jahren im Rahmen des Runden Tisches Wohnen an kurzfristig bebaubaren Flächen gemeldet wurde. Erfreulich, dass inzwischen knapp 60 Hektar erfolgreich vermarktet wurden. Allerding wurden auch im gleichen Umfang Flächen ohne erfolgreiche Vermarktung aus dem Katalog genommen. „Wir werden den Ursachen der Nichtrealisierung dringend benötigter Wohnbauflächen auf den Grund gehen müssen. Nur wenn wir die Ursache kennen sind wir in der Lage Abhilfe zu schaffen“, ist sich Verbandsdirektor Ludger Stüve (SPD) sicher.

Trotzdem, der Runde Tisch Wohnen bleibt am Ball. Im Zuge der Aktualisierung wurden auch zahlreiche neue Flächen aus den Kommunen der Metropolregion gemeldet. Insgesamt stehen 70 Flächen mit insgesamt 370 Hektar für eine kurzfristige Bebaubarkeit zur Verfügung, darunter zahlreiche neu gemeldete Flächen. Diese Flächen stehen vor allem auch für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen zur Verfügung. Diese werden dringend benötigt!

Verbandsdirektor Stüve erinnert in diesem Zusammenhang an die Wohnungsbedarfsprognose des Regionalverbandes, die den Neubau von 184.000 Wohnungen bis 2030 prognostiziert. „Der Anstieg von Mieten und Immobilienpreisen kann nur dann nachhaltig aufgehalten werden, wenn deutlich mehr Wohnungen gebaut werden, alles andere ist Kosmetik! Wir brauchen eine Steigerung der Wohnungsfertigstellungen um mindestens 50 Prozent im Ballungsraum, dieses können wir nur erreichen, wenn die Kommunen mehr Flächen für Wohnbauland entwickeln“, so die klare Einschätzung von Stüve.

Im Regionalen Flächennutzungsplan stehen noch zirka 1800 Hektar potentielles Bauland zur Verfügung, das bisher von den Kommunen nicht zur Baureife gebracht wurde. Der Wohnungsbau findet aktuell vor allem im Innenbereich und auf Konversionsflächen statt. Fazit: es fehlt an Neubauflächen im Außenbereich, die dringend zur Steigerung des Wohnbaus notwendig sind.

Der 76 Seiten umfassende Katalog kann im Netz unter www.region-frankfurt.de/Organisation/Regionalentwicklung heruntergeladen werden. Die Flächen sind nicht nur in dem neuen Katalog mit allen wichtigen Rahmendaten, Bildern, Lageplänen, Ansprechpartnern etc. zu finden, sondern auch fortlaufend aktualisiert unter www.kip-frankfurtrheinmain.de.

 

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