Knapp zwei Drittel der geplanten Bauflächen sind aktiviert
Beigeordneter Horn: „Der Wind hat sich gedreht“ – Regionalverband legt Flächenmonitoring 2017 vor
(tek) Rund 62 Prozent der im Regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) eingezeichneten Wohnbauflächenpotenziale – mit Stand vom 31. Dezember 2016 sprechen wir hier über insgesamt 2370 Hektar, verteilt auf 689 Einzelflächen – sind jetzt aktiviert. Dies bedeutet im Einzelnen: 14 Prozent sind bebaut, für 27 Prozent der Fläche ist ein Bebauungsplan rechtswirksam oder im Verfahren und für die übrigen 21 Prozent gibt es einen Bebauungsplan mit Aufstellungsbeschluss oder es existiert ein Entwicklungskonzept. „Der Wind hat sich gedreht, der Wohnungsdruck ist in den Kommunen verstärkt angekommen und die Verantwortlichen handeln jetzt“, freut sich der hauptamtliche Beigeordnete und designierte Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Thomas Horn (CDU). Nach einer Auswertung der Bebauungsplan-Verfahrensstände ist auf rund 105 Flächen mit insgesamt über 600 Hektar bis zum Jahr 2022 mit einer Bebauung zu rechnen. Die Zahlen sind Ergebnis einer vom April bis August 2017 durchgeführten Umfrage unter den 75 Mitgliedskommunen, an der sich alle (!) beteiligt hatten.
Was ist mit den restlichen 38 Prozent an potenziellen Wohnbauflächen? Für diese Flächen haben die Kommunen verschiedenste „Hemmnisse“ ins Feld geführt. An erster Stelle stehen dabei „schwierige Eigentumsverhältnisse“, am zweithäufigsten wurden Befürchtungen vor Folgekosten für die soziale und technische Infrastruktur genannt, auf Rang drei liegt das Argument „schwierige politische Entscheidungsfindung“. Im Weiteren wurden „Umweltbelange“, „Priorität Innenentwicklung (beispielsweise Dorferneuerung)“ sowie „Erschließung und Topografie“ als Hinderungsgründe für eine Bebauung genannt.
Eine Lösungsmöglichkeit sieht Horn darin, noch stärker auf städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen zu setzen. Zudem ließen sich Folgekosten mit städtebaulichen Verträgen oder Förderungen aus Landesprogrammen mildern. Komplizierte Entscheidungsfindungen vor Ort lösten sich oftmals mit der Zeit durch einen politischen Wandel. „Hier kann nur weiter argumentativ Überzeugungsarbeit geleistet werden.“ Besonders wichtig sei es daher, finanzielle Anreize zu setzen, die Kommunen mit „Bauzurückhaltung“ motivieren. Hilfreich sei zudem, wenn Bebauungsplanverfahren nicht mehr zum Katalog für mögliche Bürgerentscheide gehörten. „Nur so können die Kommunen die prioritäre Wohnungsnachfrage planerisch lösen.“
Ein weiterer Wandel zeigt sich: Im Jahr 2016 wurden im Gebiet des Regionalverbandes erstmals mehr Wohnungen im Außen- als im Innenbereich gebaut. In den Jahren 2013 bis 2015 – seit 2013 erfolgt hierzu ein systematisches Monitoring – war dies umgekehrt. Nach Meinung des Beigeordneten Horn ist dies darauf zurückzuführen, dass die Innen- und Umstrukturierungspotenziale im Kern des Ballungsraumes überwiegend erschöpft sind. „Die geplanten Bauflächen im RegFNP werden künftig noch stärker in den Fokus rücken. Somit wird deutlich, dass der Plan ein sehr gutes Steuerungsinstrument für den Wohnungs- und natürlich auch den Gewerbebau in unserer Region ist.“
Diese und viele andere Daten und Fakten sind im neuen Flächenmonitoring-Jahresbericht 2017 zu finden. Er erscheint zum vierten Mal und wird mit jeder Ausgabe facettenreicher und genauer. Auf der Internetseite des Regionalverbandes kann er unter „Veröffentlichungen / Zahlen und Karten zum Regionalverband“ heruntergeladen werden.
Was ist mit den restlichen 38 Prozent an potenziellen Wohnbauflächen? Für diese Flächen haben die Kommunen verschiedenste „Hemmnisse“ ins Feld geführt. An erster Stelle stehen dabei „schwierige Eigentumsverhältnisse“, am zweithäufigsten wurden Befürchtungen vor Folgekosten für die soziale und technische Infrastruktur genannt, auf Rang drei liegt das Argument „schwierige politische Entscheidungsfindung“. Im Weiteren wurden „Umweltbelange“, „Priorität Innenentwicklung (beispielsweise Dorferneuerung)“ sowie „Erschließung und Topografie“ als Hinderungsgründe für eine Bebauung genannt.
Eine Lösungsmöglichkeit sieht Horn darin, noch stärker auf städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen zu setzen. Zudem ließen sich Folgekosten mit städtebaulichen Verträgen oder Förderungen aus Landesprogrammen mildern. Komplizierte Entscheidungsfindungen vor Ort lösten sich oftmals mit der Zeit durch einen politischen Wandel. „Hier kann nur weiter argumentativ Überzeugungsarbeit geleistet werden.“ Besonders wichtig sei es daher, finanzielle Anreize zu setzen, die Kommunen mit „Bauzurückhaltung“ motivieren. Hilfreich sei zudem, wenn Bebauungsplanverfahren nicht mehr zum Katalog für mögliche Bürgerentscheide gehörten. „Nur so können die Kommunen die prioritäre Wohnungsnachfrage planerisch lösen.“
Ein weiterer Wandel zeigt sich: Im Jahr 2016 wurden im Gebiet des Regionalverbandes erstmals mehr Wohnungen im Außen- als im Innenbereich gebaut. In den Jahren 2013 bis 2015 – seit 2013 erfolgt hierzu ein systematisches Monitoring – war dies umgekehrt. Nach Meinung des Beigeordneten Horn ist dies darauf zurückzuführen, dass die Innen- und Umstrukturierungspotenziale im Kern des Ballungsraumes überwiegend erschöpft sind. „Die geplanten Bauflächen im RegFNP werden künftig noch stärker in den Fokus rücken. Somit wird deutlich, dass der Plan ein sehr gutes Steuerungsinstrument für den Wohnungs- und natürlich auch den Gewerbebau in unserer Region ist.“
Diese und viele andere Daten und Fakten sind im neuen Flächenmonitoring-Jahresbericht 2017 zu finden. Er erscheint zum vierten Mal und wird mit jeder Ausgabe facettenreicher und genauer. Auf der Internetseite des Regionalverbandes kann er unter „Veröffentlichungen / Zahlen und Karten zum Regionalverband“ heruntergeladen werden.
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