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Datum: 19.09.2017

Mit Fahrradwerbung Geld verdienen und der Umwelt helfen

Preisverleihung des Wettbewerbs „Klimaprojekt Region FrankfurtRheinMain 2017“

Das Projekt „bikuh – pedal for payback“ ist der Gewinner des Wettbewerbs „Klimaprojekt Region FrankfurtRheinMain 2017“. Es wurde heute während der Preisverleihung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt ausgewählt. Das Projekt will Menschen dazu bewegen, öfter Fahrrad zu fahren und der Werbeindustrie eine klimafreundliche Werbeplattform bieten. Der Gewinn ist dreifach, es profitieren die Radfahrer, die Werbekunden und nicht zuletzt die Umwelt:

• Radfahrer nutzen ihr Vorderrad als Werbefläche und verdienen im Gegenzug bis zu 20 Cent pro gefahrenem Kilometer.
• Der Werbepartner bekommt eine neuartige Werbemöglichkeit, die nicht nur klimafreundlich ist, sondern auch auf effektive Weise die Werbeziele erreicht. bikuh bietet eine große Reichweite, schafft Aufmerksamkeit und bietet digitale Auswertungstools. Erfasst werden die Routen und sonstige Daten durch eine App.
• bikuh belohnt umweltfreundliches Verhalten und motiviert Menschen, öfter anstelle des Autos das Rad zu nutzen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Umwelt aus, denn wenn nur ein Drittel aller Autofahrten in den Städten eingespart wird, können rund 36 Prozent der CO2-Emissionen reduziert werden.

Die Jury hat dieses Projekt ausgewählt, weil es auf innovative Weise nachhaltige Mobilität, Klimaschutz und Werbung miteinander verbindet.

Der zweite Platz ging an die Energiespar-Karawane der Stadt Langen, auf Rang drei sind die Energie-Plus-Häuser Kamelienstraße in Frankfurt zu finden.

Der Wettbewerb hat das Ziel, Projekte mit Vorbildcharakter einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und es sollen Initiativen belohnt werden, die Kreise, Kommunen und Wirtschaft bereits zum Klimaschutz, zur nachhaltigen Energienutzung und zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen haben.
Der Wettbewerb will das Engagement und die Kreativität der Einreicher honorieren. Zusätzlich erhält der Erstplatzierte zwei E-Bikes, die weiteren Preise sind ein kleines Solarmodul zur eigenen Stromgewinnung und ein elektrobetriebenes Auto kostenlos für zwei Tage. Schließlich wird für die Gewinner jeweils ein Projektvideo erstellt.

Von November vergangenen Jahres bis Mitte März 2017 sind insgesamt 98 Projekte von Kommunen, Landkreisen, Unternehmen und Stadtwerken aus dem Gebiet des Regionalverbandes eingereicht worden. Eine Vorauswahl hat eine vierköpfige Jury getroffen, in ihr saßen: Arved Lüth, Inhaber des Unternehmens :response, Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND-Hessen, Prof. Dr. Jens Strüker, Geschäftsführer des Instituts für Energiewirtschaft an der Hochschule Fresenius, sowie Regionalverbandsdirektor Ludger Stüve.

Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben, vor zwei Jahren gab es gleich zwei Gewinner: Die Stadt Rüsselsheim mit ihrem Projekt „Aufsuchende Energieberatung für Migranten und andere Interessengemeinschaften“ sowie die Rhein-Main Deponie GmbH mit dem Projekt „Von der Müllkippe zum Energie- und Recyclingpark“.

Zitate:

Prof. Dr. Jens Strüker, Hochschule Fresenius:
„Die dezentrale Energieerzeugung und die fortschreitende Digitalisierung schaffen eine enorme Handlungsfreiheit für den Klimaschutz. Unser Wettbewerb zeigt, was funktioniert, und soll Mut machen für weiteres Engagement.“

Ludger Stüve, Direktor des Regionalverbandes:
„Die Energiewende stellt uns vor vielschichtige Herausforderungen. Nur wenn wir bereits vorhandene Projekte der Kommunen stärken und ausbauen, neue Initiativen ergreifen, vorhandenes Wissen in der Region für alle Akteure nutzbar machen und voneinander lernen, werden wir die ehrgeizigen Ziele erreichen.“

Dr. Gunther Tiersch, Leiter Wetterteam ZDF:
„Als Meteorologe und Mensch bereitet mir der Klimawandel große Sorgen. Wir müssen fürchten, dass er ökonomische, politische und gesellschaftliche Systeme massiv verändert, sodass unser relativ freies Leben zukünftig eingeschränkt werden kann. Jede Initiative, die sich bemüht, sich dagegen einzusetzen und den Klimawandel versucht abzuschwächen, sollte unterstützt werden.“

Wir danken den Sponsoren entega, LeihDeinerUmweltGeld, mobileeee, Polarstern sowie Solar Info Zentrum.

Weiter Informationen finden Sie hier:
www.klimaenergie-frm.de

 

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