Zusätzliche Wohnungen in Zeilenbausiedlungen sind möglich
Regionalverband schließt Modellprojekt mit Frankfurt und Bad Homburg ab
Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat zusammen mit den Städten Frankfurt und Bad Homburg untersucht, wie im Inneren von Zeilenbausiedlungen aus den 50er- bis 60er-Jahren noch mehr Wohnungen entstehen können. Das Projekt wurde vom Bundesumweltministerium innerhalb des Programms „Kommunaler Klimaschutz“ gefördert. Experten aus Planung, Forschung und Immobilienwirtschaft haben zusätzlich ihr Know-how eingebracht. „Wir müssen jeden Weg gehen, um neuen Wohnraum in unserer Region zu schaffen. Wenn wir dabei auch noch so flächensparend und umweltschonend vorgehen können, ist das umso besser“, erklärt die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Birgit Simon (Grüne).
Zeilenbauten wurden speziell beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Das sind lange, schmale Mehrfamilienhäuser, die oftmals sehr homogen parallel zueinander stehen mit großen Freiflächen dazwischen. Ab den Sechzigerjahren kamen dann auch Großwohnsiedlungen hinzu, zu denen unter anderem auch Wohnhochhäuser gehörten. Potenziale für weiteren Wohnraum werden auch in älteren Einfamilienhausgebieten angenommen. Viele dieser Gebäude müssen ohnehin energetisch optimiert und modernisiert werden. Somit bieten diese Art Siedlungstypen ideale Voraussetzungen, um auch baulich weiterentwickelt zu werden. „Damit wären wir bei einer wichtigen Erkenntnis des Projektes: Insbesondere in den Mehrfamilienhaussiedlungen können mittels Wärmenetzen und gleichzeitiger Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen eingespart werden. So können wir auch noch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Simon.
Schließlich wurde in dem Projekt deutlich, dass man parallel zu einer Verdichtung die Grünflächen aufwerten muss. Auch intelligente Mobilitätskonzepte wie beispielsweise Car-Sharing-Angebote einhergehend mit einer Überarbeitung von Stellplatzsatzungen gehören mitgedacht.
Nach einer Hochrechnung, basierend auf den Modellversuchen, könnten im gesamten Gebiet des Regionalverbandes innerhalb von Zeilenbausiedlungen rund 20.000 zusätzliche Wohnungen geschaffen werden. Würde diese Anzahl von Wohnungen auf freier Fläche gebaut werden, müssten dafür rund 460 Hektar, das sind rund 610 Fußballfelder, in Anspruch genommen werden. Die Erste Beigeordnete macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die Zahl 20.000 derzeit noch rein theoretischer Natur ist. Jede in Frage kommende Siedlung müsse individuell noch genauer untersucht werden, beispielsweise auf die Kapazitäten von Schulen und Kindergärten, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und natürlich auch im Hinblick auf die Akzeptanz der Bewohnerschaft.
Jetzt werden in einer Checkliste alle die im Projekt als relevant erachteten Kriterien zusammengestellt, mit der Kommunen nun ihre Siedlungen im Hinblick auf ihre Nachverdichtungspotenziale prüfen können. Der Regionalverband wird allen interessierten Kommunen beratend zur Seite stehen.
Das Gebiet des Regionalverbandes reicht in West-Ost-Ausrichtung von Eppstein bis Langenselbold und in Nord-Süd-Ausdehnung von Münzenberg bis Groß-Gerau.
Der komplette Projektbericht kann unter www.region-frankfurt.de/Wohnen heruntergeladen werden.
Zeilenbauten wurden speziell beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Das sind lange, schmale Mehrfamilienhäuser, die oftmals sehr homogen parallel zueinander stehen mit großen Freiflächen dazwischen. Ab den Sechzigerjahren kamen dann auch Großwohnsiedlungen hinzu, zu denen unter anderem auch Wohnhochhäuser gehörten. Potenziale für weiteren Wohnraum werden auch in älteren Einfamilienhausgebieten angenommen. Viele dieser Gebäude müssen ohnehin energetisch optimiert und modernisiert werden. Somit bieten diese Art Siedlungstypen ideale Voraussetzungen, um auch baulich weiterentwickelt zu werden. „Damit wären wir bei einer wichtigen Erkenntnis des Projektes: Insbesondere in den Mehrfamilienhaussiedlungen können mittels Wärmenetzen und gleichzeitiger Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen eingespart werden. So können wir auch noch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Simon.
Schließlich wurde in dem Projekt deutlich, dass man parallel zu einer Verdichtung die Grünflächen aufwerten muss. Auch intelligente Mobilitätskonzepte wie beispielsweise Car-Sharing-Angebote einhergehend mit einer Überarbeitung von Stellplatzsatzungen gehören mitgedacht.
Nach einer Hochrechnung, basierend auf den Modellversuchen, könnten im gesamten Gebiet des Regionalverbandes innerhalb von Zeilenbausiedlungen rund 20.000 zusätzliche Wohnungen geschaffen werden. Würde diese Anzahl von Wohnungen auf freier Fläche gebaut werden, müssten dafür rund 460 Hektar, das sind rund 610 Fußballfelder, in Anspruch genommen werden. Die Erste Beigeordnete macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die Zahl 20.000 derzeit noch rein theoretischer Natur ist. Jede in Frage kommende Siedlung müsse individuell noch genauer untersucht werden, beispielsweise auf die Kapazitäten von Schulen und Kindergärten, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und natürlich auch im Hinblick auf die Akzeptanz der Bewohnerschaft.
Jetzt werden in einer Checkliste alle die im Projekt als relevant erachteten Kriterien zusammengestellt, mit der Kommunen nun ihre Siedlungen im Hinblick auf ihre Nachverdichtungspotenziale prüfen können. Der Regionalverband wird allen interessierten Kommunen beratend zur Seite stehen.
Das Gebiet des Regionalverbandes reicht in West-Ost-Ausrichtung von Eppstein bis Langenselbold und in Nord-Süd-Ausdehnung von Münzenberg bis Groß-Gerau.
Der komplette Projektbericht kann unter www.region-frankfurt.de/Wohnen heruntergeladen werden.
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