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Der Regionale Landschaftsplan

Der Ballungsraum FrankfurtRheinMain zeichnet sich durch vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, ein moderates Klima und einen hohen Anteil an Freiflächen aus. All dies bedeutet für die Bürger eine hohe Lebensqualität. Diese Attraktivität ist ein wichtiger Grund dafür, dass immer mehr Menschen nach FrankfurtRheinMain ziehen. Der neue Regionale Landschaftsplan, der in den Regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) integriert wird, setzt auf eine nachhaltige Entwicklung der Region. Diese schafft Vorkehrungen zur Anpassung an den Klimawandel, gewährleistet Natur- und Landschaftsschutz und erzeugt Räume für die Naherholung.


Neben der Aufstellung des RegFNP ist der Regionale Landschaftsplan eine der gesetzlichen Kernaufgaben des Regionalverbandes. Dieser ergänzt die Aussagen der Flächennutzungsplanung im Bereich des „Freiraumes“ und trägt zu einer nachhaltigen Steuerung der Freiraum- und Siedlungsentwicklung bei. Als planerischer Fachbeitrag des Naturschutzes und der Landschaftspflege soll er die Ziele in diesen Bereichen für das gesamte Verbandsgebiet konkretisieren und konzeptionelle Vorgaben bereitstellen, um diese zu erreichen.


Die Aussagen des Regionalen Landschaftsplans enden nicht an der einzelnen Kommunengrenze, sondern decken übergreifend alle 75 Kommunen des Verbandsgebietes ab. Dabei gibt der Regionale Landschaftsplan kommunenspezifische Planungshinweise, er trifft aber auch Aussagen zu den großräumlichen Zusammenhängen der regionalen Ebene. Hinsichtlich der Größe des Planungsraums von rund 2.500 Quadratkilometern sowie der naturräumlichen und strukturellen Vielfalt in der Region, hebt er sich von anderen Landschaftsplänen deutlich ab. Er unterscheidet sich sowohl von der früher in Hessen praktizierten Landschaftsrahmenplanung (Maßstab 1:100.000) als auch von der kommunalen Landschaftsplanung (Maßstab 1:10.000).


Der Regionale Landschaftsplan befindet sich aktuell in der Aufstellungsphase. Der Arbeitsschwerpunkt liegt derzeit darauf, die zentralen Konzepte zu erarbeiten, die in den Regionalen Flächennutzungsplan zu integrieren sind und dadurch Verbindlichkeit erlangen. Dies sind das Biotopverbundkonzept, das Landschaftsbild sowie das Grün- und Freiflächenkonzept im Maßstab 1:25.000.

Biotopverbund

Der Biotopverbund dient dem Schutz und der Entwicklung der biologischen Vielfalt und damit der Lebensgrundlage der Menschen. Ziel des Biotopverbundes ist es, die heimischen Tier- und Pflanzenarten, ihre Artengemeinschaften und ihre Lebensräume nachhaltig zu sichern. Darüber hinaus geht es darum, funktionsfähige ökologische Wechselbeziehungen durch entsprechende Gestaltung und Nutzung der Landschaft zu bewahren, wiederherzustellen und zu entwickeln.

Fachliche Grundlagen für das Biotopverbundkonzept bilden Informationen darüber, welche Typen von Biotopen in der Landschaft vorhanden sind und wie sie im Einzelnen genutzt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten mit ihren Lebensraumansprüchen und ihren Wander- und Austauschbeziehungen.
Da diese fachlichen Grundlagen bisher entweder fehlen oder veraltet sind, hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain eine Biotop- und Nutzungstypenkartierung in Auftrag gegeben, die auf einer Auswertung von Color-Infrarot-Luftbildern basiert. Außerdem bereitet der Verband derzeit die Vergabe eines Auftrags für die Erarbeitung eines Artenschutzkonzeptes vor.

Kontakt

Stefanie Werner
Abteilung Planung

  • Telefon: 069 / 2577-1577

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Landschaftsbild

Die Ronneburg in malerischer Umgebung, die Burg Münzenberg umgeben von Rapsfeldern, die Seligenstädter Einhards-Basilika idyllisch am Mainufer gelegen, die naturnahe Flörsheimer Schweiz und der riesige Mönchbruch im Kreis Groß-Gerau, aber auch das Frankfurter Mainufer zwischen Gerbermühle und Westhafen – diese ästhetisch ansprechenden Landschaftsbilder sind eine wichtige Grundlage für die hohe Lebensqualität der Region.

38 Bereiche mit ästhetisch besonders ansprechenden Landschaftsbildern gibt es in unserer Region: die „Bedeutsamen Landschaften‘“. Sie wurden jetzt in einem vom Regionalverband FrankfurtRheinMain in Auftrag gegebenen Gutachten identifiziert. Dieses Gutachten zeigt die Vielfalt der Landschaftsbilder in der Region mit ihrer jeweils landschaftlichen Charakteristik und ihr Eigenart. Die „Bedeutsamen Landschaften“ sind aber auch die Bereiche, die sich besonders gut für das Erleben von Natur und Landschaft im Wohnumfeld und bei Ausflügen oder für die Nah- und Wochenenderholung eignen.



Das Gutachten zum Landschaftsbild bildet eine wichtige Expertise für die Neuaufstellung des Regionalen Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan. Dabei ist es die gesetzliche Aufgabe des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, das Landschaftsbild und den Erholungswert der Landschaft als Grundlage für die Gesundheit des Menschen und als kulturelles Erbe dauerhaft zu sichern. In den „Bedeutsamen Landschaften“ sollen möglichst keine Siedlungserweiterungen erfolgen beziehungsweise kleinflächige Siedlungserweiterungen nach landschaftsästhetischen Aspekten hinsichtlich Lage, Größe und Qualität beurteilt werden.

Kontakt

Heike Abo Zied
Abteilung Planung

  • Telefon: 069 / 2577-1551

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Grünflächen- und Freiraumkonzept

Grün- und Freiflächen dienen der Freizeit und Erholung der Bevölkerung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für eine gute Lebensqualität. Außerdem erfüllen sie zentrale Funktionen im Naturhaushalt: sie halten beispielsweise Niederschlagswasser zurück, haben positive Wirkungen auf das Mikroklima sowie die Luftqualität und bieten heimischen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Zur langfristigen Sicherung der Grün- und Freiflächen und ihrer Funktionen erstellt der Regionalverband FrankfurtRheinMain ein Grün- und Freiflächenkonzept für sein Verbandsgebiet.

Kontakt

Christiane Schaper
Abteilung Planung

  • Telefon: 069 / 2577-1544

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Schutzgebiete

Schutzgebiete leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaften, zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der biologischen Vielfalt. Sie sichern die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen.

Für Schutzgebiete gelten bestimmte Ge- und Verbote, die bei Planungen und Bauvorhaben berücksichtigt werden müssen. Dies kann sich einschränkend darauf auswirken, ein Gebiet neu zu nutzen.

Schutzgebiete werden aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen ausgewiesen:

a.) Naturschutzfachliche Schutzgebiete (nach Bundesnaturschutzgesetz, FFH-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie)

  • geschützte Landschaftsbestandteile
  • Naturdenkmale
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Naturschutzgebiete
  • Naturparke
  • FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete (Natura 2000-Gebiete)

b.) Wasserrechtliche Schutzgebiete (nach Wasserhaushaltsgesetz)

  • Überschwemmungsgebiete
  • Trinkwasserschutzgebiete
  • Heilquellenschutzgebiete

c.) Forstschutzgebiete (nach Hessischem Waldgesetz)

  • Bannwald
  • Schutzwald
  • Erholungswald

d.) Denkmalschutz (nach Hessischem Denkmalschutzgesetz)

  • Lage von Baudenkmälern
  • ungefähre Lage von Bodendenkmälern
  • Verlauf des Limes

Der Regionalverband hält für sein Gebiet diese Schutzgebiete auf dem jeweils aktuellen Stand vor und berücksichtigt sie bei seinen Planungsaufgaben.

Kontakt

Sabine Knöfel
Abteilung Planung

  • Telefon: 069 / 2577-1573

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Landschaftsplan des Umlandverbandes

Die bestehenden Landschaftspläne und lanschaftsplanerischen Gutachten des früheren Umlandverbandes Frankfurt und der weiteren Mitgliedskommunen des Regionalverbandes im Ballungsraum FrankfurtRheinMain sind vorerst weiterhin als Fachpläne gültig und als abwägungsrelevante Unterlagen in Bauleitplanverfahren zu berücksichtigen. Sie haben in der Regel einen höheren Detaillierungsgrad als der Regionale Flächennutzungsplan (RegFNP) und treffen damit weitere und ergänzende Aussagen.

Kapitel 1.1 der Begründung zum gültigen RegFNP beschreibt, wie die Landschaftspläne in der Planung zu berücksichtigen sind. Das Kapitel führt auch aus, wie Ausgleichsflächen aus dem RegFNP beziehungsweise den Landschaftsplänen abzuleiten sind.

Kontakt

Heike Abo Zied
Abteilung Planung

  • Telefon: 069 / 2577-1551

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